Feedback von Fernando Del Campo

(Ins Deutsche übersetzt)

Peru | 08.08.2014

Ich bin gerade erst von einer fünftägigen Camping Safari zurückgekommen und konnte nicht länger damit warten, eine wohlverdiente Bewertung abzugeben. Ich bin von meiner Safari extrem begeistert und dankbar sowohl für das, was die Natur mir geboten hat als auch für den exzellenten Service des Tanzania Experience Teams.

Normalerweise reise ich alleine durch die Welt. Auf dieser Reise wurde ich jedoch durch Tumaini, den Guide und Peter, den Koch begleitet. Anhand dieser Konstellation verbrachte ich viel Zeit mit den beiden. Zuerst einmal muss ich erwähnen, dass sich Tumaini und Peter sehr gut verstehen. Die Chemie passt, ein Ergebnis der Tatsache, dass sich die beiden schon lange kennen und aus dem gleichen Dorf kommen. Diese positive Energie war während der Reise sehr ansteckend. Wir haben sehr viel gescherzt und gelacht.
Ich möchte aber nicht, dass dies falsch verstanden wird. Die Professionalität kommt bei beiden an erster Stelle. Tumaini, der einen Abschluss in „Wildlife Management“  auf dem renommierten College of African Wildlife Management gemacht hat, besitzt ein gewaltiges Wissen über die heimische Tierwelt, die Vegetation und die Geschichte des Landes. Es gab keine einzige Frage, auf die er mir keine umfassende Antwort geben konnte. Außerdem hat er die absolut beeindruckende Fähigkeit,  Tiere aus der Ferne und während der Fahrt aufzuspüren und sogar das Geschlecht zu bestimmen, zu sagen ob sie allein oder mit ihren Jungen unterwegs sind bzw. in Gruppen, sich ausruhen oder gleich auf Jagd gehen, etc. – und das nur nach wenigen Sekunden Beobachtung. Seine Vorschläge, entweder zu warten, um einen besseren Blick auf das Tier zu bekommen oder  woanders hinzufahren waren fast immer goldrichtig.  Es war nicht nur das Geschick von Tumaini, dass wir die Big 5 oder die unglaubliche Menge an Tieren, inklusive der schüchternen Leoparden und Geparden und einen männlichen Löwen beim Fressen eines eben erlegten Büffels  aus naher Entfernung gesehen haben – ich bedanke mich auch bei der Natur, aber ohne Tumaini’s Geschick hätten wir viel verpasst oder vieles von einer nicht so tollen Position aus beobachten können. Ich habe keinen Vergleich, aber es war fast immer so, dass er die Tiere zuerst gesehen hat und dann kamen viele andere Fahrzeuge nach einigen Minuten hinterher (und nicht umgekehrt). Ob es Glück oder Können war, kann ich nicht sagen. Was ich mit Sicherheit behaupten kann ist, dass er ein vorsichtiger und respektvoller Fahrer ist, der immer mit passender Geschwindigkeit gefahren ist und alle Parkregeln eingehalten hat (das kann man nicht über alle anderen Guides sagen). Klar wurde mir, dass Tumaini eine absolute Leidenschaft für seine Arbeit als Guide hat. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in den Genuss kommen durfte so viel Zeit mit ihm zu verbringen. Ich habe viel über die Natur gelernt und kann jetzt die „Geschenke“ der Wildnis schätzen. Ich hatte viel Spaß auf der Safari!

Zu Peter kann ich sagen, dass er mit seinen fast 10 Jahren Erfahrung  sicherlich zu den erfahrensten Köchen gehört – und das merkt man. Seine Küche war hervorragend und er bot uns immer sehr ausgewogene und ausgesuchte Mahlzeiten an – und jeden Tag stand etwas anderes auf der Speisekarte. Ich habe mich immer beschwert, dass er mich zu sehr verköstigt, aber eigentlich war es ich, der nicht aufhören konnte sein Essen zu essen. Zudem machte sich seine Erfahrung bei den  kleinen Feinheiten bemerkbar, z.B. stellte er unseren Tisch genau unter eine der wenigen Küchenlampen (um in angemessener Beleuchtung essen zu können) oder achtete darauf, dass meine Sachen abgedeckt waren (um zu vermeiden, dass sie einstaubten, ein großes Problem in der Serengeti). Außerdem organisierte er im Hintergrund das Aufbauen der Zelte und das Packen, sodass wir mehr Zeit für die Pirschfahrten hatten. Die harte Arbeit blieb nicht unbemerkt und ich bin ihm für seinen exzellent gemachten Job sehr dankbar.

Ich muss auch Tanzania Experience für die Auswahl der Ausrüstung loben, und dass mir alles, was ich für die Reise benötigte, zu Verfügung gestellt wurde. Ich war erstaunt, wie andere Firmen einfache, aber entscheidende Details vergaßen, wie z.B. Lademöglichkeiten in ihren Autos zu haben (andere Gäste konnten ihre Batterien nicht aufladen wenn die Stromversorgung der Camps ausfiel). Obwohl unser Fahrzeug schon älter war (um fair zu sein, ich habe nirgends ein einziges neues gesehen) war es komfortabel und viel wichtiger noch, sicher. Die Zelte, die wir nutzten waren die größten. Ich fühle sich fast ein wenig absurd an, dass ich in so einem großen Zelt allein schlief, während ganze Familien in winzigen Zelten übernachteten. Die Zelte waren auch sehr leicht aufzubauen und zu verpacken. Die Kochutensilien waren absolut den Bedingungen angemessen, das Essen wurde immer in abgedeckten Gefäßen bzw. auf abgedeckten Tellern serviert, damit es nicht kalt wurde oder Insekten das Essen berührten (wie schon gesagt, andere Firmen achteten nicht auf solche „Basics“).

Den einzigen Kritikpunkt den ich habe ist, dass ich auf der 5tägigen Safari viel Zeit im Auto verbracht habe um von einem zum nächsten Nationalpark zu fahren. Zugegebenermaßen hatte ich davon aber auch eine falsche Vorstellung. Nicht dass diese Tatsache meine Reise negativ beeinflusste (ich sah mehr Tiere als erwartet) aber jemand der weniger Glück hat als ich oder mehr Zeit auf Pirschfahrten verbringen will könnte hier ein Problem haben. Ich fand den Wechsel der Landschaften spannend (man sieht auch während der Fahrt viele Tiere) aber für meinen Geschmack waren die Transferfahrten etwas zu flott. Von daher würde ich wohl zu einer Safari raten, die länger ist als meine oder sich nur auf einen Nationalpark konzentriert.

Meinen einzigen Ratschlag, den ich zum Schluss der Firma und den Reisenden (ich hoffe, dass mein
Feedback Sie überzeugt hat und Sie nicht weiter nach der passenden Safari- Firma suchen müssen)
geben möchte ist folgender: Es wäre hilfreich, wenn der tägliche Trinkgeldsatz (bitte denken Sie daran, dass der Verdienst des Guides und des Kochs auch vom Trinkgeld abhängt) im Vorfeld der Reise klar kommuniziert würde. Denn dann könnte man die Summe fest einplanen und hätte den Mindestsatz an Bargeld dann auch dabei. Diese Empfehlung gilt auch vor allem für längere Safaris, wo sich die Trinkgelder am Ende summieren.

Asante sana meine Freunde Tuma und Peter, für eine geniale Zeit!

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