{"id":10048,"date":"2016-10-19T09:16:10","date_gmt":"2016-10-19T06:16:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tanzania-experience.com\/?p=10048"},"modified":"2023-10-10T12:28:25","modified_gmt":"2023-10-10T10:28:25","slug":"die-puffotter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/the-african-puff-adder\/","title":{"rendered":"Die Puffotter"},"content":{"rendered":"<p>Die Puffotter (Bitis arietans) ist eine Schlange, die zur Familie der Vipern geh\u00f6rt. Sie ist giftig und kommt auf dem ganzen afrikanischen Kontinent vor. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Savannen und Grasland. Im Regenwald, der W\u00fcste, tropischen oder alpinen Gebieten kommen sie nicht vor. Die Puffotter ist wohl die meist verbreitetste Schlange in Afrika.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Sie erreicht eine durchschnittliche L\u00e4nge von einem Meter und kann leicht an ihrem gedrungenen und kr\u00e4ftigen K\u00f6rperbau und gro\u00dfen dreieckigen Kopf erkannt werden. Eine Puffotter kann durchschnittlich bis zu f\u00fcnf Kilogramm wiegen. M\u00e4nnchen sind gr\u00f6\u00dfer als Weibchen. Die Zeichnung der Schlange ist von Region zu Region unterschiedlich, doch die meisten sind erkennbar an den angewinkelten Querstreifen, die sich \u00fcber den gesamten K\u00f6rper ziehen. In Tansania haben Puffottern meist eine gelblich-schwarze F\u00e4rbung. Doch auch hier gibt es Unterschiede.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/5_3.jpg\" alt=\"3\" class=\"wp-image-10051\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Puffotter bekam ihren Namen durch ihr Verhalten, wenn sie sich bedroht f\u00fchlt. Sie bl\u00e4st sich auf und schnauft laut (Englisch: \u201eto puff\u201c), was als Warnsignal f\u00fcr andere Tiere gedeutet wird. Puffottern sind von Natur aus eher tr\u00e4ge und ziehen sich auch in einer Gefahrensituation nicht unbedingt zur\u00fcck. Dies und die Tatsache, dass sie sich sehr gut an beinahe jegliche Lebensr\u00e4ume anpassen k\u00f6nnen, ist wohl der Grund, warum Puffottern die meisten Schlangen-Bisse in Afrika zugeschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als andere Schlangen bewegen sich Puffottern geradlinig, \u00e4hnlich wie eine Raupe. Wenn sie sich bedroht f\u00fchlen, positionieren sie sich in einer \u201eS\u201c-Form. So erreichen sie die maximale Distanz, um anzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird gesagt, dass der Biss einer Puffotter trotz ihrer Tr\u00e4gheit zu den am schnellsten ausgef\u00fchrten Schlangenbissen der Welt geh\u00f6rt. Puffottern haben Fangz\u00e4hne, die besonders gro\u00df und im Vorderraum des Gebisses sind. Normalerweise sind diese Fangz\u00e4hne wegen ihrer Gr\u00f6\u00dfe eingeklappt. Nur im Angriffsfall klappt die Schlange sie aus. Der Biss der Schlange ist sehr schmerzhaft. Da er auch sehr tief ist, kann das zytotoxische Gift tief in den K\u00f6rper der Beute oder des Angreifers eindringen. Das Gift l\u00e4sst die betroffene K\u00f6rperstelle stark anschwellen und zerst\u00f6rt die Zellen, auch bekannt als Nekrose. Wenn der Biss schnell behandelt wird, stehen die Chancen, den Biss zu \u00fcberleben hoch. Der Biss f\u00fchrt normalerweise nur zum Tod, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird oder sekund\u00e4re Infektionen auftreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Puffottern sind meist nachtaktiv und bevorzugen die Jagd aus dem Hinterhalt statt ihre Beute zu verfolgen. Sie fressen zumeist Nagetiere, V\u00f6gel, Amphibien und Echsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Faszinierend ist jedoch vor allem, wie Puffottern ihre Jungen zur Welt bringen. Anders als die meisten Schlangen legen sie keine Eier, sondern geb\u00e4ren vollentwickelte, lebende Schlangenjunge. Der Prozess ist jedoch tr\u00fcgerisch: Auch die Puffotter legt Eier, doch werden sie im Innern der Mutter ausgebr\u00fctet und die Jungtiere schl\u00fcpfen, bevor sie den K\u00f6rper der Mutter verlassen und geboren werden. Man nennt dies Ovovivipary, ein sehr seltenes Ph\u00e4nomen unter Tieren. So vermeidet die Schlange, dass ihre Eier gefressen werden. Puffottern k\u00f6nnen bis zu 60 Jungtiere geb\u00e4ren. Dies geh\u00f6rt wohl auch zum Erfolgsrezept der Schlangen und sichert die gro\u00dfen Best\u00e4nde von Puffottern in der Wildnis. Die jungen Schlangen k\u00f6nnen sogar gef\u00e4hrlicher sein als die ausgewachsenen: Aufgrund mangelnder Erfahrung geben sie eine gro\u00dfe Menge an Gift ab, wenn sie bei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlangen sind von vielen Menschen gef\u00fcrchtete Kreaturen, doch sie sind sehr wichtig f\u00fcr unser \u00d6kosystem. Schlangen haben sich \u00fcber Millionen von Jahren nicht ver\u00e4ndert und ihre Rolle f\u00fcr den Lauf des Lebens mit wilder Effizienz erf\u00fcllt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Puffotter (Bitis arietans) ist eine Schlange, die zur Familie der Vipern geh\u00f6rt. Sie ist giftig und kommt auf dem ganzen afrikanischen Kontinent vor. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Savannen und Grasland. Im Regenwald, der W\u00fcste, tropischen oder alpinen Gebieten kommen sie nicht vor. 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