{"id":9755,"date":"2016-06-01T09:56:02","date_gmt":"2016-06-01T06:56:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tanzania-experience.com\/?p=9755"},"modified":"2023-10-10T14:39:24","modified_gmt":"2023-10-10T12:39:24","slug":"festmahl-fuer-hyaenen-im-ngorongoro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/hyena-feast-in-ngorongoro-crater\/","title":{"rendered":"Ein Festmahl f\u00fcr die Hy\u00e4nen im Ngorongoro Krater"},"content":{"rendered":"<p>Zu den am weitesten verbreiteten Raubtieren in ganz Ostafrika z\u00e4hlen zweifelslos die T\u00fcpfelhy\u00e4nen. Der <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/reiseziele\/ngorongoro-krater\/\">Ngorongoro Krater<\/a> im n\u00f6rdlichen Tansania stellt dabei nur ein Gebiet dar, in welchem sich <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/tuepfelhyaene-mehr-als-eine-lachnummer\/\">gro\u00dfe Gruppen von Hy\u00e4nen<\/a> aufhalten. Die Zahl der dort lebenden Hy\u00e4nen \u00fcbersteigt dabei um einiges die Zahl der im selben Gebiet residierenden L\u00f6wen. Nach den aktuellsten Aussagen von Wissenschaftlern des Hy\u00e4nen Forschungsprojekts <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/reiseziele\/ngorongoro-krater\/\">Ngorongoro Krater<\/a> leben momentan acht Gruppen von Hy\u00e4nen permanent im Krater. Diese auch als Clans bezeichneten Gruppierungen aus zumeist verwandtschaftlichen Beziehungen, bestehen aus zwischen 39 bis zu 95 Tieren. Damit beheimatet allein der Ngorongoro Krater ca. 450 Hy\u00e4nen, die sich dort dauerhaft aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Noch immer herrscht das tr\u00fcgerische Bild vor, dass <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/tuepfelhyaene-mehr-als-eine-lachnummer\/\">Hy\u00e4nen<\/a> reine Aasfresser sind. Hy\u00e4nen sind aber ganz im Gegenteil \u00e4u\u00dferst gut organisierte und damit sehr erfolgreiche J\u00e4ger. Aufgrund ihrer erstaunlichen Ausdauer sind Hy\u00e4nen in der Lage, auch gro\u00dfe Tiere, wie <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/afrikanische-bueffel-nicht-zum-spassen\/\">B\u00fcffel,<\/a>&nbsp;oder gute Sprinter, wie die Thomson Gazelle, zu erbeuten.<br>Unter den acht permanent im Krater lebenden Clans herrscht eine ausgesprochen harsche und gnadenlose Konkurrenz. Dies liegt zum einen an dem begrenzten Lebensraum innerhalb des Kraters als auch an der Abwesenheit von Feinden, in erster Linie L\u00f6wen. L\u00f6wen gelten als Hauptfeind und <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/unentschieden-loewen-hyaenen-im-ngorongoro\/\">Haupttodesursache von Hy\u00e4nen.<\/a> Die k\u00f6rperliche \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber Hy\u00e4nen wird insbesondere bei einem ausgewachsenen, m\u00e4nnlichen L\u00f6wen deutlich, der das Lebendgewicht einer Hy\u00e4ne um das dreifache \u00fcbertrifft. Ein einziger Prankenschlag eines L\u00f6wen bedeutet meist den sicheren Tod f\u00fcr die Hy\u00e4ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem allgemein vorherrschenden Irrtum, Hy\u00e4nen seien reine Aasfresser, dominiert ein weiteres Vorurteil das Bild der Hy\u00e4ne. Dieses beschreibt die Hy\u00e4ne als feiges Raubtier, das anderen Fleischfressern deren Jagdbeute streitig macht. Auch dies muss nach den neuesten Forschungen revidiert werden, da oftmals das Gegenteil der Fall ist, und L\u00f6wen sich \u00fcber die Beute der Hy\u00e4nen hermachen. Auf einer Safari im Ngorongoro Krater konnte ich einst mit eigenen Augen beobachten, wie eine Raubtierart der anderen ihre Beute abtr\u00fcnnig machte. Dabei war ein Gnu von einem Rudel L\u00f6wen erlegt worden. Doch nur kurze Zeit sp\u00e4ter wurden die L\u00f6wen von einem riesigen Clan von Hy\u00e4nen verjagt, die die Beute \u00fcbernahmen. Es war mir nicht m\u00f6glich, die genaue Zahl der Hy\u00e4nen auszumachen, aber ich erinnere mich, um die 100 Hy\u00e4nen gez\u00e4hlt zu haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein unglaubliches Spektakel sowohl f\u00fcr die Augen als auch f\u00fcr die Ohren, wenn diese kampfeslustigen Raubtiere unerbittlich um dieselbe Beute ringen. Die Hy\u00e4nen kamen aus allen Richtungen her gest\u00fcrmt, um die Beute an sich zu rei\u00dfen. Der Tierkadaver war kaum auszumachen zwischen all den scharfen Krallen und fletschenden Z\u00e4hnen. Jede einzelne Hy\u00e4ne versuchte ihr Gl\u00fcck, ein St\u00fcck des Gnus zu ergattern, egal wie gro\u00df oder klein es war. Im gesamten Ngorongro Krater waren das typische Lachen und die charakteristischen \u201eWuup\u201c Laute der Hy\u00e4nen zu h\u00f6ren.<br>Die Hy\u00e4nen, die bereits ihren Hunger gestillt hatten, beobachteten vom Rande aus die K\u00e4mpfe der eigenen Artgenossen, die noch um ihren Beuteanteil beharrlich stritten. Einer Hy\u00e4ne gelang es, den Schwanz des erlegten Gnus an sich zu rei\u00dfen und rannte mit dem Beutest\u00fcck stolz aus dem Gewirr davon, um jedoch sogleich von anderen Widersachern verfolgt zu werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/4_5.jpg\" alt=\"5\" class=\"wp-image-9760\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir beobachteten noch eine Weile dieses beeindruckende Schauspiel und konnten minuti\u00f6s mitansehen, wie der Tierkadaver im wahrsten Sinne des Wortes von der Erdoberfl\u00e4che verschwand.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den am weitesten verbreiteten Raubtieren in ganz Ostafrika z\u00e4hlen zweifelslos die T\u00fcpfelhy\u00e4nen. Der Ngorongoro Krater im n\u00f6rdlichen Tansania stellt dabei nur ein Gebiet dar, in welchem sich gro\u00dfe Gruppen von Hy\u00e4nen aufhalten. 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