{"id":9771,"date":"2016-06-15T11:01:50","date_gmt":"2016-06-15T08:01:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tanzania-experience.com\/?p=9771"},"modified":"2023-10-10T14:30:54","modified_gmt":"2023-10-10T12:30:54","slug":"die-zebramanguste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/the-banded-mongoose\/","title":{"rendered":"Die Zebramanguste"},"content":{"rendered":"<p>Zebramangusten \u2013 auch bekannt als Mungos Mungo \u2013 geh\u00f6ren mit ihrem 1,5 kg K\u00f6rpergewicht und einer H\u00f6he bis zu 45 cm zu den kleinen bis mittelgro\u00dfen S\u00e4ugetieren. Ihr Kopf erscheint im Vergleich zu ihren Beinen und dem kurzen Schwanz relativ gro\u00df. Das etwas zottelige Fell ist in der Regel grau-braun gef\u00e4rbt und weist auf der R\u00fcckenpartie die typischen schwarzen oder dunkelbraunen Querstreifen auf.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/5_2.jpg\" alt=\"2\" class=\"wp-image-9776\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In der Regel leben Zebramangusten in einer Kolonie von bis zu 20 Einzeltieren zusammen. Allerdings sind dies nur Duchschnittswerte und ich selbst habe schon weit gr\u00f6\u00dfere Kolonien im <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/reiseziele\/serengeti-nationalpark\/\">Serengeti<\/a>&nbsp;gesehen. Eine Kolonie besteht aus mehreren paarungsf\u00e4higen M\u00e4nnchen und Weibchen, sowie weiteren ausgewachsenen Tieren und einigen Jungtieren. Zebramangusten sind \u00e4u\u00dferst soziale Tiere. Diese engen Bindungen zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern \u00e4u\u00dfern sich in der gegenseitigen Hilfe bei der Aufzucht des Nachwuchses sowie in einer generellen F\u00fcrsorge und Kooperation miteinander. Zebramangusten sind ausschlie\u00dflich tagaktiv und beginnen mit den ersten Morgenstunden den Tag mit ihren t\u00e4glichen Gewohnheiten, wie der Nahrungssuche, dem Fressen und Ausruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben H\u00f6hlen, Felsvorspr\u00fcngen, Schluchten aber auch dichten Geb\u00fcsch bewohnen Zebramangusten vorzugsweise einen Termitenbau, der ihnen mehrere Aus- bzw. Eing\u00e4nge bietet, die bei Gefahr lebensnotwendig sein k\u00f6nnen. Als weitere Vorsichtsma\u00dfnahme wechselt die gesamte Kolonie alle 3 \u2013 5 Tage den gemeinsamen Unterschlupf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tragezeit der Weibchen betr\u00e4gt zwischen 60 und 70 Tage, doch bereits 10 Tage nach Austragung der Jungen sind die Weibchen schon wieder geschlechtsreif. Auffallend ist, dass alle Weibchen zum selben Zeitpunkt ihren Nachwuchs geb\u00e4ren. Jeder Wurf besteht aus bis zu 6 Jungtieren, die ihre ersten Wochen im unterirdischen Bau verbringen. Zur Aufsicht des Nachwuchses werden ein bis drei erwachsene Tiere als sogenannte Babysitter abgestellt, w\u00e4hrend der Rest der Gruppe sich um die Nahrungssuche k\u00fcmmert. Nach vier Wochen sind die Jungtiere gro\u00df genug, um den Bau zu verlassen und sich bei der Nahrungssuche zu beteiligen. Dennoch wird jedes Jungtier noch von einem erwachsenen Tier begleitet. Bei den gemeinsamen Streifz\u00fcgen lernt das Jungtier vom Alttier auf der Suche nach Nahrung und findet zugleich einen treuen Besch\u00fctzer bei Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Nahrungsangebot einer Zebramanguste umfasst vorwiegend wirbellose Tiere. Gelegentlich ern\u00e4hren sie sich aber auch von amphibischen und Kriechtieren bis hin zu kleinen S\u00e4ugetieren und Fr\u00fcchten. Obwohl Zebramangusten zusammen auf Nahrungssuche gehen, sucht jedes Einzeltier f\u00fcr sich selbst nach Fressbarem. Dabei kommt ihnen ihr hervorragender Geruchssinn zugute, mit dem sie leicht ihre Beute aufsp\u00fcren k\u00f6nnen. Mit Hilfe ihrer langen Krallen k\u00f6nnen sie dar\u00fcber hinaus den Boden nach Nahrung durchw\u00fchlen.<br>Besonders hervorzuheben ist aber auch ihr unglaublich schneller Reflex, der die Zebramangusten nicht nur beim Ausweichen vor Gefahren sch\u00fctzt, sondern gleichzeitig ihren Jagderfolg steigert. Dies kann man insbesondere bei einem gemeinsamen Angriff auf eine Schlange beobachten. Dabei dr\u00e4ngt sich die gesamte Kolonie von Mangusten dicht zusammen und attackiert gemeinsam das Beutetier. Wie schnell auch die Schlange reagieren und sich wehren mag, die Zebramangusten gehen meist als glorreiche Sieger hervor, noch dazu meist unverletzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/4_1-1.jpg\" alt=\"1\" class=\"wp-image-9775\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Verlust von Lebensraum tr\u00e4gt zum Aussterben der Art bei, da sie in den St\u00e4dten nicht mehr so leicht zu finden sind, aber die Hauptbedrohung f\u00fcr Zebramangusten in freier Wildbahn sind Raubv\u00f6gel und gelegentlich <a href=\"https:\/\/www.tanzania-experience.com\/de\/blog\/begegnung-mit-afrikanischen-felsenpython\/\">Felsenpythons<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zebramangusten - auch bekannt als Mungos Mungo - geh\u00f6ren mit ihrem 1,5 kg K\u00f6rpergewicht und einer H\u00f6he bis zu 45 cm zu den kleinen bis mittelgro\u00dfen S\u00e4ugetieren. Ihr Kopf erscheint im Vergleich zu ihren Beinen und dem kurzen Schwanz relativ gro\u00df. 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