Kilimanjaro: Geheimtipps, die Sie bis zum Gipfel tragen

Sie wissen ja bereits, dass Sie gut eingelaufene Wanderschuhe und genügend Wasserflaschen auf Ihre großen Kilimanjaro-Besteigung mitbringen sollten. Manchmal machen aber die kleinen Dinge den Unterschied; die Dinge, die man erst lernt, wenn man bereits mittendrin ist, im Abenteuer. Und diese Dinge, die teilen wir heute mit Ihnen.

Praktisches: Zeitvertreib und Toilettenpapier

Finden Sie in Ihrem Rucksack Platz für ein Kartenspiel. Wenn Sie bereits am Nachmittag nach einer langen Tagesetappe am Camp ankommen, können die Stunden bis zum Abendessen und schließlich zur Schlafenszeit relativ lang werden. Bei einer Runde Karten können Sie sich entweder allein oder in der Gruppe die Zeit vertreiben.

Dass Sie Toilettenpapier mitnehmen müssen, wissen Sie bereits. Der Trick ist jedoch, immer etwas Toilettenpapier direkt in der Hosentasche zu haben. Wenn Sie während der Wanderung mal müssen, ist es lästig, erst lang im Rucksack kramen zu müssen. Vor allem im Camp ist es viel angenehmer, das Toilettenpapier griffbereit zu haben. So müssen Sie nicht mit schmutzigen Schuhen in Ihr kleines Bergzelt kriechen. Ihren Schlafplatz sauber und ordentlich zu halten ist ohnehin schon eine Herausforderung.

Bei den Vorbereitungen schenken Sie Ihren Wanderschuhen wahrscheinlich mit die meiste Aufmerksamkeit. Fast genauso wichtig ist jedoch der Tagesrucksack. Dieser muss groß genug sein, um für eine große Lunchbox, drei Liter Wasser, Regenjacke und Regenhose Platz zu finden. Natürlich darf der Rucksack dabei nicht zu schwer werden. Ein Hüftgurt verlagert hierbei die entscheidenden Kilos von den Schultern auf die Hüfte und kann Ihren Schritt um einiges leichter werden lassen.

Auf dem Kilimanjaro müssen Sie täglich mindestens drei Liter Wasser trinken. So viel wissen Sie bereits. Das heißt aber auch, dass für andere Getränke nicht mehr viel Platz in Rucksack und Blase bleibt. Als starker Kaffeetrinker sollten Sie deshalb versuchen, Ihre täglichen Tassen vor Ihrem Kilimanjaro-Abenteuer herunterzuschrauben. So gehen Sie Entzugserscheinungen auf dem Berg entgegen – zusätzliche Kopfschmerzen und schlechte Laune wollen Sie hier oben wirklich nicht haben.

Wenn Sie morgens früh um 5 Uhr geweckt werden, werden Sie wissen wollen, ob Sie nicht doch noch zehn Minuten haben, um sich in Ihren warmen Schlafsack zu kuscheln. Nehmen Sie deshalb eine Armbanduhr oder eine Powerbank mit. Mit letzterer können Sie unterwegs Ihr Handy laden – auch wenn Sie es nicht für Fotos und Nachrichten nutzen wollen. Falls Sie Ihre Freunde und Familie von unterwegs aus erreichen wollen, folgen Sie im Camp den Portern. Denn die wissen genau, an welcher Ecke und auf welchem Hügel im Camp man den besten Empfang hat.

Auf dem Kilimanjaro gibt es keine Duschen. Sich sauber zu halten ist eine kontinuierliche Herausforderung. Schneiden Sie Ihre Fingernägel deshalb so kurz wie möglich. Kurze und somit saubere Fingernägel sind ein kleiner aber feiner Beitrag zum persönlichen Wohlbefinden.

 

Alles eine Frage der Einstellung: die Wanderung findet auch im Kopf statt

Sie werden staunen, welche köstlichen Mahlzeiten unsere Bergköche in Ihrer kleinen Zeltküche zusammenzaubern können. Trotzdem ist es gut, ein paar Ihrer Lieblings-Schokoriegel dabeizuhaben. Auf einer Kilimanjaro-Besteigung befinden Sie sich mehrere Tage lang in einer Extremsituation und Ihr Körper muss über sich hinauswachsen. Behandeln Sie ihn deshalb gut und gönnen Sie Ihrem Gehirn den emotionalen Anschub, den es braucht.

Ob mit Freunden oder Fremden, den Kilimanjaro als Teil einer Gruppe zu besteigen, kann den entscheidenden Unterschied machen. Denn eine gute Gruppendynamik und gute Gespräche wecken Energie und helfen Ihnen dabei, Ihre Gedanken nicht konstant um den nächsten Schritt kreisen zu lassen. Wenn Sie aber eine Pause von der Gruppe brauchen, nehmen Sie sich diese. Nach einer langen Wanderung können Ihnen 20 Minuten allein in Ihrem Zelt die Energie zurückgeben, die Sie brauchen. Vielen Menschen hilft Zeit für sich, das Erlebte zu verarbeiten. Nehmen Sie sich diese Zeit.

Alle wollen zum Uhuru-Gipfel, das ist klar. Die meisten Guides werden Ihnen jedoch raten, jeden Tag für sich anzugehen: Tag für Tag, Camp für Camp geht es nach oben. Wenn Sie jedes erreichte Camp als Erfolg verbuchen, erleben sie die Wanderung insgesamt als motivierend. Und wenn Sie sich dann in der entscheidenden Nacht auf den letzten Abschnitt zum Gipfel machen, werden Sie getragen von einer ganzen Reihe an Erfolgserlebnissen.

Und wenn die Sterne in der Gipfelnacht hoch oben am Himmel stehen und Sie plötzlich sehen, dass es eigentlich Taschenlampen sind, die sich mit jedem schweren Schritt der anderen Wanderer vorwärtsbewegen, wenn Ihr Mut zu schwinden scheint, dann hilft nur noch eins: Auto-Pilot. Gedanken aus und los. Bis zum Dach Afrikas!

Jetzt sind Sie gerüstet für Ihre Kilimanjaro-Besteigung bis zum Uhuru-Gipfel – los geht‘s!