Nur 20 Autominuten vom Stadtzentrum in Arusha entfernt befindet sich ein idyllischer Kratersee mit Blick auf den Mt Meru. Die hier ansässigen Bewohner, auch Wamerus genannt, gaben dem See den Namen „Duluti“. Wie so viele andere Seen im Norden Tansanias ist auch der Lake Duluti vulkanischen Ursprungs und führt das ganze Jahr über Wasser.

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Eine unterirdische Wasserquelle sowie die saisonalen Niederschläge versorgen den See kontinuierlich mit Wasser. Obwohl nicht wissenschaftlich bewiesen, wird die Tiefe des Sees mit 700m angegeben, dies behaupten zumindest die örtlichen Bewohner. Viele Anwohner rund um den See und in der näheren Umgebung sind auf den Lake Duluti als Wasserreservoir angewiesen. Auch die Stadt Arusha soll Pläne verfolgen, den Lake Duluti zur Wasserversorgung der gesamten Stadtbewohnerschaft nutzen zu wollen. Bis heute handelt es sich hierbei allerdings nur um Gerüchte.

Mit einem Durchmesser von 1,1km bedeckt der Lake Duluti eine Fläche von 63 Hektar. Der Krater des Lake Dulutis stellt einen Entflüftungsschlot des Mt Meru dar, ein ruhender Vulkan, der mit 4566m über den See thront. Die Kraterwände des Sees steigen bis zu 200m hoch und sind zum Großteil mit dichtem Waldbestand bedeckt.

Innerhalb dieser dichten Waldvegetation sind eine Vielzahl von Repitlien beheimatet, die in diesem Areal die für sie lebensnotwendigen Jagd- und Brutplätze finden. Erst kürzlich haben wir auf einem Spaziergang rund um den See eine östliche grüne Mamba entdeckt, die sich leider zu schnell im Dickicht verkroch bevor wie ein Beweisfoto machen konnten. Neben Schlangen sind auch Warane häufig auf abgestorbenen Baumstämmen am Ufer zu sehen. Manche Exemplare können bis zu 2m lang werden.

Der See an sich ist ein Paradies für Wasservögel, so lassen sich allein 130 verschiedene Vögel am Lake Duluti beobachten. Am häufigsten sieht man Graureiher, Schreiseeadler, Kormorane, Fischadler, Silberreiher und Eisvögel.

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Da der See sehr fischreich ist, lassen sich insbesondere kleinere und größere Gruppen von Kormoranen sichten, die auf ständiger Suche nach Fisch sind. Nicht selten angeln auch einige Fischer im Schutz der Dunkelheit am Lake Duluti, was wiederum die Nahrungsgrundlage der Wildtiere und besonders der Wasservögel, die sich allein von Fisch ernähren, limitiert.

Besucher, die einen Halb- oder Tagesausflug am Lake Duluti verbringen möchten, können den See zu Fuß aber auch per Kanu erkunden. Letzteres gibt dem Besucher eine ganz andere Perspektive auf die Seeufer und auf die einzelne Schwemmebene, die mit riesigen Papyruspflanzen zugewachsen ist. Nur vom Kanu aus hört man das Geraschel der Papyruspflanzen im Wind und kann sich den Uferböschungen nähern, wo zahlreiche Vögel ihre Brut- und Nistplätze haben. Für eine Kanutour sollte man ca. 2-3 Stunden einplanen.

Für alle anderen Aktivurlauber, die lieber festen Boden unter den Füßen haben, ist ein Rundgang um den See ein Muß. Der Fußweg führt die gesamte Strecke durch Waldgebiet und bietet damit durchgängig Schatten. Somit ist der Rundgang auch während der heißen Mittagszeit eine willkommene Abwechslung, um aktiv zu sein.

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Der schmale Weg verläuft parallel zum Seeufer und ab und zu öffnet sich die dichte Waldvegetation mit fantastischen Ausblick über den See auf den Mount Meru und den Kilimanjaro. Alle Wanderer werden von einem Ranger der zuständigen Duluti Waldbehörde begleitet. Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden.