Essen auf der Straße gehört zum ganz normalen tansanischen Alltag. Das breite Angebot der verschiendenen Speisen spiegelt dabei die kulinarischen Einflüsse aus der arabischen, indischen und afrikanischen Kultur wieder. Von den ersten frühen Morgenstunden bis zum späten Abend findet man eigentlich immer einen geöffneten Food Shop. So kommt letztendlich jeder Besucher in Tansania irgendwann mal an einem dieser Eßstände vorbei und so manch ein Besucher wird erstaunt sein über das vielfältige Angebot von kleinen Snacks bis zu üppigen Mahlzeiten.

Zu einem typischen tansanischen Frühstück gehört auf jeden Fall ein scharf gewürzter Ingwertee. Als erste stärkende Mahlzeit des Tages stehen heisse Suppen auf dem Programm, die aus den verschiedensten Fleischsorten und zum Teil aus Kochbananen zubereitet werden. Darüberhinaus findet man findet man alle Varianten von Eiern (gekocht, gebraten oder als Rührei) sowie gebratene oder gekochte Süßkartoffeln. Auch Gerichte aus dicken Bohnen sind als sättigende Energielieferanten beliebt und werden meist mit einem Chapati (einem flach ausgerollten Fladenbrot) gereicht. Wer es lieber süß mag, sollte einen Mandazi probieren, einen süßlich und gut frittierten Doughnut (Krapfen).

Mehr und mehr Tansanier arbeiten in der Stadt und versorgen sich über die vielen Food Shops mit einem warmen Mittagessen. In der Regel sind es Frauen, die in diesen Eßständen kochen und bedienen. Diese werden auch „mama lishe“ genannt, was mit „die Frau, die mit Essen versorgt“ übersetzt werden kann. Meist bereiten sie einfache Speisen zu, wie Ugali (Maisbrei) oder Reis mit Fisch, Fleisch oder Bohnen. Daneben bieten sie gekochte Eier, umhüllt und frittiert in einer Paste aus Kartoffeln, Eiern und Brotkrümeln sowie gebratene Kababu (eine Art Hackfleischfrikadelle). Hinzu findet man eiegntlich überall die dreieckigen Samosas (mit Hackfleisch oder Gemüsen gefüllte und frittierte Teigtaschen). Oftmals sieht man junge Männer, die auf offener Straße gekochte Eier anbieten – auf Wunsch werden diese sogar gepellt!

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Am Abend füllen sich die Strassen mit den köstlichen Gerüchen der kleinen Food Shops, die vor allem Gegrilltes und Frittiertes anbieten. Dazu gehören in erster Linie Nyama Choma (alle Sorten von gegrilltem Fleisch), Mishkakis (gegrillte Fleischspieße), Mdizi Choma (gegrillte Banana), Chipsi Dume (frittierte Kassave) oder Chipsi Mayai (Omelette mit Pommes Frittes). An der Küstenregion ist auch die Zanzibar Pizza weit verbeitet, die mit Hackfleisch belegt und meist sehr würzig ist.

Auch für den kleinen Happen tagsüber findet man immer etwas Schnelles auf die Hand, so wie ein gerösteter Maiskolben oder ein paar frittierte Maniokstücke.
Leider kommen nur wenige Touristen in den Genuß der lokalen tansanischen Küche, da viele die lokalen Eßstände aus Angst vor mangelender Hygiene und einem verstimmten Magen meiden. Am besten wählt man einen Strassenstand, der gut besucht ist.

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Ganz entgehen sollte man sich aber einen Stop an einem dieser Straßenstände nicht, um wenigstens einmal die lokale Küche ausprobiert zu haben. Restaurants mit kontinentalen und westlich geprägten Speisekarten gibt es überall, die mit der wirklichen tansananischen Esskultur allerdings wenig gemein haben.