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Geschrieben von: Juan Proll am 15. März 2023

5 schöne Tagesausflug-Inseln in Tansania

Best Islands Tanzania

Traumhafte Inseln gehören zum natürlichen Reichtum Tansanias. Doch nicht alle haben Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. Gerade deshalb sind sie für einen romantischen Tagesausflug per Boot so lohnenswert. Im heutigen Blog stelle ich euch fünf Tagesausflug Inseln in Tansania vor.

Beste Tagesausflug-Inseln Tansania

Neben Weltklasse-Safaris und großartigen Trekking-Möglichkeiten bietet Tansania auch traumhafte Inseln. Einige von ihnen sind allenfalls von Rangern bewohnt, die für den Naturschutz verantwortlich sind. Aber diese Inseln haben keine Unterkunft für Touristen und sind nur auf Halbtages- oder Tagesausflügen besuchbar. Sie sind daher nicht immer einfach zu erreichen. Doch der Weg dorthin, per Boot durch den Indischen Ozean, und die Inseln selbst sind märchenhaft.

Bongoyo Island & Mbudya Island

Bongoyo island oder im Mbudya Island liegen etwa 3 km vor der Küste von Daressalam. Beide Inseln sind Naturschutzgebiete, liegen nahe beieinander und sind von Menschen unbewohnt. Aber ihr dürft die Inseln besuchen. Weiße Sandstrände, dichte Wälder, Korallenriffe und eine bunte Fülle von Meereslebewesen erwarten euch. Die Anreise von Dar Es Salaam ist sehr unkompliziert.

Bongoyo Island

Bongoyo Island ist die am häufigsten besuchte der vier Inseln des Dar es Salaam Marine Reserve (DMRS). Vom Bongoyo Island Terminal am „Hotel Slipway“ geht es mehrmals täglich nach Bongoyo Island (ca. 30 Min.). Die Boote bringen euch zur nordwestlichen Spitze der Insel, wo euch schönster weißer Sand regelrecht blenden wird. Hier gibt es auch einige Hütten mit Getränken und Essen. Schnorcheln und Baden werden da fast schon zur Nebenbeschäftigung. Obwohl der Indische Ozean an der Nordküste der Insel eine Art Gezeitenlagune geschaffen hat, an deren Ufern sich einige Mangroven befinden, die bei entsprechendem Wasserstand gut zu „beschnorcheln“ und schön anzusehen sind.

Die Inselküste ist ansonsten eine sehr felsige. Einen zweiten längeren aber schmaleren Strand gibt es entlang der Nordostseite, der in der Regel auch menschenleerer ist. Einrichtungen gibt es dort bisher auch keine. Das Herrliche aber ist, dass die Insel dicht bewaldet ist und einige Wanderwege bietet. Ideal also, um auch ein paar Ecken für sich zu entdecken. Vielleicht stoßt ihr ja auch zufällig auf die Überreste eines deutschen Kolonialgebäudes in der Mitte der Insel.

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Mbudya Island

Mbudya Island scheint etwas weniger beliebt als Bongoyo Island. Das kann aber durchaus daran liegen, dass der Abfahrtshafen ca. 25 km nördlich von Dar Es Salaam am „White Sands Resort and Conference Centre“ liegt. Erst von hier geht es problemlos hinüber nach Mbudya Island (ca. 15-20 Min.). Der Vorteil dafür ist, dass es auf dieser Insel sehr viel ruhiger zugeht. Also auch ein idealer Rückzugsort und für mich die Liebesinsel für Pärchen oder die es werden wollen. Warum? Nun, schaut euch mal eine Luftaufnahme der Insel an: Der dichte Wald formt ein großes langgezogenes Herz. Also wenn das kein Zeichen ist …

Strohgedeckte Hütten mit kühlen Getränken und leckeren Gerichten gibt es hier auch. Dazu sorgen die beruhigenden Klänge des Ozeans für die musikalische Unterhaltung. Die weißsandigen Strände und die Vielzahl der Blautöne des Wassers von türkis bis marine schaffen zusätzliches romantisches Flair. Es lädt ein zum Sonnenbaden, Schwimmen, Schnorcheln und mehr …

Misali Island

5 schöne Tagesausflug-Inseln? Misali Island gehört ohne Frage dazu. Anders als die Herzlandschaft von Mbudya Island sieht das dichte Grün auf Misali Island aus wie ein verführerisches Stück Kuchen. Und ja, die etwa 1 km2 kleine Insel westlich von Pemba Island ist ein absoluter Leckerbissen. Hier lebt eine Vielzahl endemischer Arten, darunter die Grüne Pemba-Meerkatze, der Vei(l)chenbrust-Nektarvogel (Pemba-Sonnenvogel), der Pemba-Brillenvogel oder der Pemba-Flughund. Aber auch gefährdete Arten wie Kokosnusskrabben und Meeresschildkröten, die an den Stränden der Insel nisten, gehören zu den einheimischen Besonderheiten. Ein Ranger lebt hier mit ihnen und sorgt für ihren Schutz.

In der Szene der Taucher*innen gilt die Umgebung in dieser Schutzzone mit seinem kristallklaren Wasser und den atemberaubenden Korallenriffen zu den besten Tauchplätzen in Ostafrika. Aber auch wer es lieber schnorchelnd von der Oberfläche aus mag, kann hier spektakuläre Unterwasserwelt entdecken. Die traumhaften weißen Sandstrände laden zu gemütlichen Sonnenpausen zwischendurch ein. Am Baobab Beach an der Nordostküste könnt ihr die interessanten Formen eines Baobab-Baumes bewundern. Aber wer sich landeinwärts vorwagt und dort auf Höhlen trifft, sollte bedenken, dass diese möglicherweise von den Geistern der Vorfahren bewohnt werden. Euch eine Fahrt oder Tour mit dem Boot hierher zu organisieren, könnt ihr vor Ort am einfachsten über Hotels oder Reisebüros arrangieren.

Kwale Island & Sandbank, Sansibar

Kwale Island und die etwas nördlich von ihr gelegene Kwale Sandbank liegen südwestlich von Sansibars Hauptinsel Unguja am Rande der Menai-Bucht. Hier gibt es eine ganze Reihe wirklich schöner und erlebenswerter Inseln und Sandbänke, darunter auch Pungume Island oder im Pungume Sandbank. Sie sind eine willkommene Alternative zur wesentlich bekannteren Sandbank Nakupenda beach vor den Toren von Stone Town, wo häufig einfach zu viele segelnde Dhaus mit ihren Gästen vor Anker gehen. Die Inseln sind vegetationsreich und haben in der Regel auch einen paradiesischen Strand. Die Sandbänke sind dagegen wirklich nur ein hellfunkelnder Sandstrand ohne Land dahinter. Doch genau das ist die besondere Erfahrung, der Kick dabei.

Die Sandbank Erfahrung

Ihr segelt übers Meer, könnt euch mit ein bisschen Glück über wildspringende Delfine freuen und stolpert schließlich irgendwo da draußen über eine kleine Sandbank mitten im Wasser. Dann steigt ihr aus, betretet die pflanzenlose Oase und dreht euch 360° um die eigene Achse. Jetzt kommt der Moment, wo ihr automatisch tief einatmet – ein Luftzug voller Freiheit, gewürzt mit einer Mischung aus beeindruckender Weite und diesem pulserhöhenden Hauch von Ehrfurcht vor der Natur: Ein kleines Stück Land, scheinbare Sicherheit, aber um euch herum in allen Richtungen nur Ozean, der sich von türkisfarben in ein undurchdringliches Dunkelblau verändert. Was, wenn jetzt eine riesige Welle kommt? Was, wenn ihr jetzt von hier zurückschwimmen müsstet?

Doch statt einer gigantischen Welle gibt es auf den Touren gewöhnlich ein großartig zubereitetes Mittagsmenü mit viel Fisch oder Meeresfrüchten. Während ihr euren ersten Bade- oder Schnorchelspaß vor der Kwale Sandbank habt oder am Rande der Insel Kwale in der grünen Lagune mit seinen natürlichen Korallenriffen und Mangroven schwimmt, bereitet euch die Crew ein Gourmet-Mahl zum Verwöhnen. Romantischer kann es kaum noch werden. Herrlich, sich danach für eine kleine Siesta in den Sand zu legen und die Sonne auf der frischen Magenwölbung zu spüren. Ein improvisierter Sonnenschutz spendet euch ein kleines bisschen Schatten, damit euch die Hitze nicht in den Kopf steigt. Viel Sonnencreme und eine Kopfbedeckung solltet ihr also neben eurer Kamera auf jeden Fall dabeihaben. Auf Unguja ist es üblich, nach Tourbuchung am Tourtag im Hotel abgeholt zu werden. Die Tour startet in der Fumba-Region, südlich von Stone Town.

Kilwa Kilwisani Island

Wer bis hierher dachte, es gäbe in Tansania nur schöne Tagesausflug-Inseln mit herrlich unberührtem weiß blendendem Sandstrand, wird jetzt etwas überrascht sein. Denn auf Kilwa Kilwisani geht es nicht um Badekultur, sondern um arabische Kulturgeschichte. Wer diese Tour macht, treibt mit dem traditionellen Dhau-Segelboot zunächst sanft zum Anlegesteg der Insel. Hier geht ihr von Bord, um Steinstufen zu einem unbefestigten Pfad hinaufzusteigen. Dieser gabelt sich später in viele schmale Wege, die sich durch Hinterhöfe, Gärten und kleine Märkte schlängeln. Schulkinder schauen euch an, lächeln freudig oder drehen sich verschüchtert weg. Wohlwollend grüßen einige von ihnen mit einem übermütigen „Bye-bye“. Euer Pfad führt euch dann zu einer beeindruckenden Serie von historischen Ruinen, die man auf so einer kleinen Insel vielleicht erst einmal gar nicht erwarten würde. Doch schon nach kurzer Zeit wird deutlich, wie eng sie mit dem Leben der Einheimischen verflochten sind. Einst war diese Insel der Sitz des Kilwa-Sultanats. Kilwa Kilwisani is not about swimming and sunbathing, it is about Arab cultural history. The tour begins by gently drifting to the island’s jetty in a traditional dhow. Get off here to climb stone steps to a dirt track. This later forks into many narrow paths that wind through backyards, gardens, and small markets. Schoolchildren look at you, smiling happily or turning away shyly. Some will greet you with a boisterous “bye-bye”. Your path then leads you to an impressive array of historical ruins that you might not expect to find on such a small island. But after a short time, you will realise how closely they are interwoven with the lives of the locals. This island was once the seat of the Kilwa Sultanate.

Der Perser Ali ibn Hasan gründete dieses Sultanat um 975 in der Blüte seines Wohlstands. Über Jahrhunderte verkehrten fortan voll beladene Schiffe mit Handelsgütern wie Porzellan, Perlen, Chinesische Seide, Gold und Elfenbein in den Häfen des Sultanats. Mit den Jahren mauserte sich Kilwa Kisiwani zum Zentrum der mächtigen Shiraz-Dynastie. Nach ihrem Untergang verwilderten die prachtvollen Bauten der Vergangenheit zu beeindruckenden Ruinen der Gegenwart. Unter ihnen die Große Moschee, die aus dem 10. Jahrhundert datiert und bis heute die älteste noch stehende Moschee an der ostafrikanischen Küste ist. Auch könnt ihr die Überreste des aus Korallenstein gebauten Sultanspalastes Husuni Kubwa bewundern. Es hatte einst den Ruf als imposantestes Palastgebäude seiner Zeit südlich der Sahara. Dazu trugen Elemente des mondänen Baus bei, wie zum Beispiel sein großer achteckiger Swimmingpool. Kilwa Kisiwani became the centre of the powerful Shiraz dynasty. After their downfall, the magnificent buildings of the past became the impressive ruins of the present. These include the Great Mosque, which dates from the 10th century and is still the oldest standing mosque on the East African coast. You can also see the remains of the Husuni Kubwa Sultan’s Palace, built of coral stone. It once had the reputation of being the most imposing palace of its time south of the Sahara. Elements of the elaborate building contributed to this, such as the large octagonal swimming pool.

Kilwa Kisiwani ist heute UNESCO-Weltkulturerbestätte und vom Festland Tansanias aus zu erreichen. Wer also tief im Südosten des Landes unterwegs ist und zum Beispiel plant, das Selous Game Reserve oder den Nyerere Nationalpark zu besuchen, kann unkompliziert den Abstecher über den kleinen Hafenort Kilwa Masoko machen. Hier gibt es gute Unterkünfte und Boote, die ihr zur Insel chartern könnt. Stellt sicher, dass ihr eine Besuchserlaubnis habt. Die bekommt ihr bei der Tourist-Information im Zentrum von Kilwa Masoko.

5 schöne Tagesausflug-Inseln in Tansania, auf denen klassische Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen Fehlanzeige sind, sprechen für sehr viel Ursprünglichkeit im Land. Sie sind alle nur per Boot erreichbar. Ein Besuch hier ist allemal lohnenswert.

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Autor: Juan Proll

Reisen war schon immer Juan Prolls große Leidenschaft: Drei Jahre in Lateinamerika, zwei Jahre in Südostasien und Ozeanien sowie Kurzreisen bis zu neun Monaten in Europa, Mittelamerika und Nordafrika. 2010 entschied er sich, seinen Beruf in Deutschland als Lehrer der Erwachsenenbildung und Leiter eines Kompetenzzentrums für Migrationsfragen an den Nagel zu hängen und in Südafrika Ranger zu werden. Seit 2011 ist Juan nun in Afrika unterwegs, bereiste das südliche und östliche Afrika und bestieg auch den Kilimandscharo in Tansania. Zunächst aber machte er seine Nature-Guide-Ausbildung in Südafrika und arbeitete in einem Big Five Wildreservat. Mit weiteren Ausbildungen und intensivem Selbststudium zum Cultural Guide hat Juan seitdem sein Wirkungsfeld über die Tierwelt hinaus auf Land und Leute ausgedehnt. Mitte 2013 wechselte er zu Africa-Experience und führt seitdem als Safari Guide Reisende durch Afrika. Juan ist Mitglied im Berufsverband Field Guides Association of Southern Africa.

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