Der Afrikanische Büffel, auch Kaffernbüffel (Syncers caffer) genannt, ist ein großes Säugetier und zählt zur Familie der Hornträger. Sie können leicht in Schutzgebieten und Nationalparks wie dem Ngorongoro Crater und der Serengeti gesehen werden.

Diese großen und kräftigen Hornträger gehören zu den Big Five, Tiere die Jäger als besonders gefährlich beschrieben, wenn sie verwundet sind und man sich ihnen nähert. Es gibt Berichte, denen nach pro Jahr bis zu 200 Leute von Büffeln aufgespießt von getötet werden.

Büffelbullen können leicht eine Tonne wiegen, wobei Kühe um 500 Kilogramm wiegen. Büffel können eine Schulterhöhe von bis zu 1,60 Metern erreichen und eine Körperlänge von 1,5 bis zu 3,5 Metern. Bullen haben durchweg schwarzes Fell, Kühe einen leichten Braunstich.

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Sie haben kurzes Fell und einen großen Kopf mit unverwechselbaren Hörnern. Sowohl Bullen als auch Kühe haben Hörner, wobei die der Bullen massiver sind. Die Hörner wachsen auf den Hornbasen am Vorderkopf. Diese Basen setzen die Bullen im Kampf mit Rivalen ein.

Büffel sind erfolgreiche Graser und kommen in Sümpfen, Talauen, Wäldern, offenen und bewaldeten Savannen und Mopane Gebieten vor. Sie sind nicht wählerisch, was ihr Essen angeht und schmatzen gern an langen Gräsern. Sie weiden normalerweise am frühen Morgen und späten Abend und bevorzugen einen kühlen Schattenplatz während der heißen Stunden des Tages.

Büffel müssen täglich trinken, wobei ausgewachsene Tiere bis zu 40 Liter auf einmal trinken können. Büffel lieben es, sich im Dreck zu suhlen, um sich bei heißen Temperaturen abzukühlen.
Schutz finden Büffel in großen Herden. So können Herden aus bis zu 1000 Tieren, meist Kühe und Jungtiere, bestehen. Es herrschen strikte Hierarchien in der Herde. Bullen sind in Bachelor-Herden unterwegs und gesellen sich nur während der Paarungszeit zu den großen Herden.

Büffel paaren sich in der Regenzeit, wenn die Kühe für eine kurze Zeit von drei Tagen paarungsbereit sind und die großen und dominanten Bullen zum Zuge kommen.

Zu dieser Zeit tragen die Bullen auch Kämpfe aus, um zu zeigen, wer der Überlegenere, also Größere und Stärkere, ist. Aufgrund ihrer Größe und Erfahrung sind es oft die älteren Bullen, die die Kämpfe für sich entscheiden. Die Bullen greifen einander mit hocherhobenem Kopf an; erst in letzter Sekunde senken sie ihren Kopf zum Knochen zerschmetternden Stoß. Dies zu beobachten ist ein schauriger Anblick.

Kühe sind 11,5 Monate lang trächtig, sodass Kälber fast ausschließlich während der Regenzeit geboren werden. Kurz nach ihrer Geburt bleiben die Kälber nah bei der Mutter und trauen sich erst nach einigen Tagen zu den anderen Tieren der Herde. 15 Monate säugen die Kälber, bevor sie beginnen selbstständiger zu fressen. Die Verbindung zwischen weiblichen Kälbern und Kuh bleibt lange stark, wobei sich die jungen Bullen mit der Zeit zurückziehen.

In freier Wildbahn können Afrikanische Büffel bis zu 20 Jahre alt werden.

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Büffelherden sind dafür bekannt, eng zusammenzuhalten. Wenn ein einzelnes Tier von einem Raubtier angegriffen wird, kann man häufig beobachten, wie die gesamte Herde zurückkehrt, um Ihresgleichen aus den Fängen des Todes zu retten.

Die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, beschert Afrikanischen Büffeln wenig Feinde: Außer dem Menschen werden den Büffeln vor allem Löwen gefährlich. Es braucht mehrere Löwen, um einen Büffel zu erlegen und oft erleiden nicht nur die Büffel Verluste. Berichten zu Folge wurden Bullen gesehen, wie sie auszogen und Löwenjunge töteten, um die Gefahr zukünftiger Angriffe zu senken!