Sie werden bewundert für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten und ihren effizienten Jagdstil, geliebt für ihr schönes Fell, sind heimisch in weiten Teilen Subsahara-Afrikas und – sie sind vom Aussterben bedroht: Afrikanische Wildhunde. Nur knapp 6.600 durchstreifen den Afrikanischen Kontinent, so eine Schätzung der International Union for Conservation of Nature, der Weltnaturschutzunion IUCN.

Aufregende neue Forschungsergebnisse zeigen jetzt, dass ein Rudel durch eine „nießende Abstimmung“ entscheidet, ob sie weiterziehen oder bleiben, wo sie sind.

 

Abstimmung durch Nießen

Forscher des Botswana Predator Conservation Trusts haben sich den Entscheidungsfindungsprozess der Afrikanischen Wildhunde genauer angeschaut. Sie wollten bestimmen, wann ein Rudel zur nächsten Jagd aufbricht und wann sie an Ort und Stelle bleiben. Ihre Ergebnisse gewähren uns einen spannenden Einblick in die Kommunikationssysteme des Tierreichs: Ob ein Rudel weiterzieht oder nicht „wird bestimmt durch eine Mindestanzahl von schnellem, hörbarem, nasalem Ausatmen (Nießen)“, besagt ihr Forschungsbericht.

Mehr noch, die Forscher sehen den Ruf der Afrikanischen Wildhunde als äußerst soziale Tiere bestätigt. Jedes Tier des Rudels könne die Entscheidung mitbeeinflussen. Mit nur wenigen „Nießern“ bringen dominante Hunde das Rudel in Bewegung, während Rang niedrigere Hunde in der Überzahl punkten und die Entscheidung des dominanten Hundes überstimmen können, wenn sie genügend „Nießer“ auf ihre Seite bekommen. Ein Ansatz von Demokratie im Königreich der Tiere.

 

Afrikanische Wildhunde in Tansania

Das Forschungsprojekt wurde zwar in Botswana durchgeführt und viele der Afrikanischen Wildhunde findet man heute im südlichen Afrika. Doch auch Tansania und Ostafrika sind Heimat für viele der schönen Jäger. Wenn Sie auf Safari gehen und Versprechungen hören, dass Sie auf jeden Fall Afrikanische Wildhunde sehen werden – seien Sie skeptisch. Ein Rudel Wildhunde zu sehen, ist selten und ein ganz besonderes Erlebnis. Doch in Tansanias südlichen Parks wie dem Ruaha Nationalpark oder Selous Game Reserve können Sie Glück haben. Anfang der 90er Jahre glaubte man, die Tiere seien in der Serengeti regional begrenzt ausgestorben. Doch seither sind einige von ihnen auch dorthin zurückgekehrt.

Der Hauptgrund für die rückläufige Zahl der Tiere wird in der Habitatfragmentierung gesehen – das ist der Fachbegriff, der beschreibt, dass die einst großen und weitläufigen Territorien der Hunde entweder ganz dem Menschen zugefallen sind oder in viele kleine Territorien zerstückelt wurden. Afrikanische Wildhunde reagieren sehr empfindlich auf diese Störungen ihres natürlichen Lebensraums. Ansteckende Krankheiten und Unfälle auf Straßen tun ihr Übriges.

Wenn Sie zu den Glücklichen gehören und einem Rudel der geschickten Jäger begegnen, seien Sie sich bewusst, was für ein besonderer Moment dies ist. Unsere Safari Guides halten immer Ausschau nach den wilden Hunden Afrikas – melden Sie sich bei uns und gehen Sie gemeinsam mit ihnen auf die Suche!