Wer in Tansania auf Safari geht, möchte oft nicht nur tolle Erinnerungen, sondern vor allem gute Fotos mit nach Hause nehmen. Dabei werden Sie schnell feststellen, dass Tansania ein unglaubliches fotogenes Land ist. Da Kameras noch dazu immer erschwinglicher und benutzerfreundlicher werden, haben Sie mit ein bisschen Übung Fotos von Ihrer Reise im Gepäck, die Sie so auch bei National Geographic hätten sehen können.

Etwas mehr als nur die richtige Ausrüstung und Einstellungen brauchen Sie aber dann doch, um diese eindrücklichen Fotos schießen zu können. Doch mit unseren einfachen Tipps können Sie zu Hause selbst Handy-Fotos stolz vorzeigen.

Licht ist das A und O

Wenn Sie Naturfotografen beim Gespräch belauschen, stellen Sie schnell fest, dass sich die Rede sehr oft ums Licht dreht. Und das nicht ohne guten Grund. Weiches Licht lässt Fotos kräftiger und detailreicher aussehen. Der frühe Morgen und späte Nachmittag oder Abend sind generell die besten Tageszeiten, um gute Safari-Fotos zu machen. In unserem Geschäft nennen wir das die „goldene Stunde“.

Am Tag ist das Licht viel greller, wodurch Ihre Bilder Leuchtkraft und Kontrast verlieren – viel zu viel weißes Licht! Die Nachbearbeitung kann dies zu einem gewissen Grad ausgleichen, doch es gibt einfach keinen Ersatz für das weiche Licht und die kräftigen Farben und Kontraste des Morgens und späten Nachmittags. Außerdem geht grelles Licht einher mit heißeren Temperaturen, während denen die Wildtiere energiesparend im Schatten verweilen – nicht die beste Voraussetzung für spannende Bilder!

Auch den Stand der Sonne müssen Sie im Auge behalten. Generell sollten Sie die Sonne im Rücken haben, wenn Sie Fotos machen, um dem Motiv mehr Detailtiefe zu verleihen. Wenn Ihnen die Sonne direkt ins Gesicht scheint und hinter Ihrem Motiv steht, haben Sie am Ende Fotos, die grell sind, viele Schatten und wenig Detail zeigen.

Eine Ausnahme dieser Regel gilt, wenn Sie Silhouetten während des Sonnenaufgangs und -untergangs fotografieren und das Licht weich ist. In diesem Fall sollte die Sonne tief am Himmel stehen, hinter Ihrem Motiv, auf Sie gerichtet, wie auf dem obigen Bild. Sie selbst sollten unterhalb des Horizonts stehen, damit der Vordergrund des Bildes nicht zu unruhig wirkt.

Komposition und Perspektive

Bilder, auf denen das Motiv immer ganz genau in der Mitte steht werden mit der Zeit monoton und langweilig. Es erscheint vielleicht logisch, doch kreativ ist es nicht. Wenn Sie sich mehr Gedanken über Ihre Komposition machen möchten, fangen Sie am besten bei der „Drittel-Regel“ an. Versuchen Sie, Ihr Motiv außerhalb des Zentrums, aber dennoch im Vordergrund zu platzieren, so wie im Bild oben. So können Sie ein besseres Gefühl für die Tiefe des Raums entwickeln und Interaktion mit anderen Motiven im Bild oder einem schönen Hintergrund entwickeln.

Bei Landschaftsaufnahmen können Sie mit der „Drittel-Regel“ den Horizont positionieren oder spezielle Merkmale, die hervorstechen, festhalten.

Wenn Sie kreativ werden wollen, macht es Spaß mit Blickwinkel und Perspektive zu spielen. Machen Sie nicht alle Fotos sitzend aus Ihrem Safari-Fahrzeug heraus oder auf Augenhöhe – bringen Sie Abwechslung rein!

Wenn möglich, knien Sie sich auch mal in den Staub und machen Fotos vom Boden aus. So wird Ihr Motiv direkt viel imposanter und Sie erreichen mehr Schärfentiefe bei Landschaftsaufnahmen.

Haben Sie einen bewegbaren Bildschirm, halten Sie Ihre Kamera über Ihren Kopf, um Fotos nach unten zu machen.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus und schauen, mit welcher Sie am besten zurechtkommen.

Jetzt, da wir Ihnen das Grundlegende erklärt haben, seien Sie gespannt auf Teil II unserer Tipps wie man tolle Safari-Fotos macht!

Oder Sie versuchen sich gleich in der Praxis. Hier geht Ihr Safari-Abenteuer los!