Weltweit gibt es insgesamt fünf Unterarten des Gepards. Eine davon ist der Ostafrikanische Gepard, der in Tansania, Kenia, Uganda und Somalia vorkommt. Doch die besten Gebiete, um sie zu sehen sind sicherlich in der Serengeti und der Masai Mara, wo große Teile der Population leben. Archäologen haben die Überreste eines Gepards in der Oldupai Gorge im Norden Tansanias gefunden. Diese Überreste werden auf mehrere Millionen Jahre zurückdatiert und machen den Ostafrikanischen Gepard damit zur ältesten der Unterarten.

Der Ostafrikanische Gepard ist nicht nur der älteste, sondern mit einer durchschnittlichen Größe von 200 bis 220 cm und einem Gewicht von 40 bis 60 Kilogramm auch der größte. Er hat nach dem Nordwestafrikanischen Gepard die blasseste Färbung. Sein Fell hat eine weiß-gelblich bis bräunliche Färbung. Die Flecken können auf dem ganzen Körper gefunden werden, auch auf dem Schwanz, wo sie in Ringe verlaufen und schließlich zu einem weißen Büschel zusammenlaufen.

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Eines der bekanntesten Merkmale des Ostafrikanischen Gepards ist die tränenförmige Zeichnung von den Augen bis zum Maul. Diese Zeichnung ist sehr wichtig für den Gepard, da sie das grelle Sonnenlicht reflektieren, während er tagsüber jagt. Es wird auch gesagt, dass diese Zeichnung dem Gepard dabei hilft, seine Beute im Fokus zu halten.

Ostafrikanische Geparden bevorzugen Savannen, Grasland und Steppen als Lebensraum. Zwischen 500 und 1000 wildlebende Geparden gibt es allein in der Serengeti in Tansania. Es wird angenommen, dass die Zahlen in der Masai Mara in Kenia sogar noch höher sind. Dennoch werden Geparden von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als bedroht gelistet. Grund für die rückläufigen Zahlen sind vor allem der Verlust von Lebensraum und Beutetieren und eine Hohe Sterblichkeitsrate unter Jungtieren, die in der Serengeti bis zu 90% betragen kann.

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Hauptnahrung des Gepards sind Thomson- und Grant-Gazellen. Größere Tiere wie Impalas, Gnus und Topi-Antilopen werden hingegen von Gruppen von männlichen Tieren gejagt. Einzelne Weibchen jagen eher kleine Antilopen. Hin und wieder sieht man auch, dass Geparden Kaninchen und Hasen jagen.

Geparden sind bekannt als die schnellsten Tiere der Welt. In nur wenigen Sekunden und einigen großen Sprüngen erreichen Sie eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde und mehr! Sie sind sehr beweglich und ihr Schwanz dient als Ruder, wenn sie sehr schnelle Wendungen machen. Ihre teils einziehbaren Krallen geben den Geparden bei hohem Tempo Bodenhaftung.

Ostafrikanische Geparden jagen meist am frühen Morgen und wenn nötig zur Mittagszeit. Haben sie ihre Beute einmal erlegt, fressen sie sehr schnell, um Konfrontation mit anderen Raubtieren zu vermeiden.

Die Weibchen sind Einzelgänger, die Männchen leben und jagen häufig in Gruppen, nicht immer aus dem gleichen Wurf. Die Jagdgründe der Weibchen sind riesig und die Männchen jagen oft in der Nähe, um die Chancen auf Paarung zu erhöhen.

Da Geparden einen induzierten (spontanen) Eisprung haben, können sie das ganze Jahr über trächtig werden. Nach nur drei Monaten werden vier bis acht Junge geboren. Im ersten Monat bleiben sie im dichten Gras versteckt und die Mutter bringt sie immer wieder an einen neuen Ort, um ihre Jungen vor anderen Raubtieren zu schützen.

Geparden Junge sehen sehr lustig aus, wie Punk Rocker mit einer Mähne im Irokesenschnitt, die sich langsam verwächst, wenn sie älter werden.

Doch der Ostafrikanische Gepard ist wirklich ein wunderschönes Tier, das seine Nische perfektioniert hat. Ihn in der Wildnis zu sehen, ist einmalig.