Enock ist seit 2013 Teil des Tanzania-Experience Teams; sein großes Wissen und sein fröhlicher Humor haben ihn zu einem der Lieblinge unter unseren Gästen gemacht. Als Safari Guide ist er in den Nationalparks zu Hause und ständig unterwegs – bei seinem letzten Besuch im Büro haben wir mit ihm gesprochen und ihn gefragt, was ihn jeden Tag antreibt.

Du bist seit 2009 Safari Guide, also seit fast zehn Jahren. Was hast du in dieser Zeit gelernt?

Safari Guide zu sein ist so viel mehr als einfach nur über Tiere Bescheid zu wissen. Es ist sehr komplex. Du musst dich auf den Hosenboden setzen und lernen, wirklich viel lernen. Nur ein kluger Guide ist ein guter Guide.

Gleichzeitig muss ich auch erkennen können, was meine Gäste wirklich wollen. Manchmal möchten sie einfach nur dasitzen und den Moment genießen, statt Fotos zu machen. Manchmal möchten sie lieber Ameisen beobachten oder Blumen anschauen, statt nach Löwen zu suchen.

Auf Safari zu gehen heißt oft, sich Dinge aus nächster Nähe und ganz genau anzuschauen: Nehmen wir zum Beispiel die Giraffe. Ja, sie ist sehr groß und ihre Färbung und Bewegungen sind toll, aber schau sie dir näher an und du wirst sehen, mit welcher feingliedrigen und ausgetüftelten Technik sie ihre lange Zunge um die kleinsten Blätter schließt, um zu fressen. Faszinierend!

Du hast vor Kurzem eine neue Leidenschaft entdeckt: die Fotografie. Nutzt du dies auch unterwegs?

Ja, es ist auf jeden Fall hilfreich. Manchmal bringen Gäste eine super tolle, teure Kamera mit, wissen aber nicht recht, wie sie funktioniert. Ich kann ihnen dann die grundlegenden Funktionen schnell erklären. Da ich selbst ja sehr gern fotografiere, bin ich sehr geduldig und weiß, dass man Zeit, die richtige Perspektive und das richtige Licht braucht, um ein tolles Foto zu bekommen. Hin und wieder mache ich auch Fotos für die Gäste, damit sie den Moment in der Natur richtig genießen können und trotzdem Erinnerungsfotos haben.

 

Wie sieht deine perfekte Safari aus?

Ich finde, Camping ist ein tolles Erlebnis, um richtig in die Natur abzutauchen. Ich liebe unser Mobile Explorer Camp! Das Leben heute ist oft so schnell und hektisch; im Mobile Explorer Camp hat man die Gelegenheit, einfach mal runter zu kommen, Zeit für sich zu haben, Privatsphäre zu genießen. Für mich als Guide ist es auch eine tolle Gelegenheit, meine Gäste richtig kennenzulernen. Wir verbringen so viel Zeit zusammen; erst tagsüber auf Pirschfahrten und dann abends am Lagerfeuer, wenn wir Sterne anschauen und über Gott und die Welt reden. Das ist Safari.

 

Nach so vielen Jahren im Busch, wiederholt sich die „Safari“ irgendwann?

Ich denke, man kann sehr viele und sehr unterschiedliche Safarierlebnisse haben; man kann sehr flexibel sein: morgens auf eine Pirschfahrt gehen, nachmittags zu Fuß auf eine Walking Safari machen und abends dann eine Boatsfahrt. Man kann Natur auf so viele verschiedene Arten erleben. Auf einer Walking Safari kommt man wirklich ganz nah ran. Und es geht nicht immer nur um die Big Five – es geht auch darum, einfach einmal inne zu halten, den Moment zu genießen und offen zu sein, für eine ganz neue und andere Welt.

Wenn Sie Tansania durch die Augen von Locals sehen und mit Enock oder einem unserer anderen Guides auf Safari gehen möchten, melden Sie sich bei uns!