Der Tarangire Nationalpark, ungefähr zwei Stunden entfernt von Tansanias Safarihauptstadt Arusha, ist bekannt für seine großen Elefantenherden. Wenn Sie auf Pirschfahrt im Tarangire unterwegs sind, und sei es nur für einen kurzen Tagesausflug, werden Sie ganz sicher Herden der sanften Riesen zwischen Baobab-Bäumen umherstreifen sehen.

Während der Trockenzeit zwischen Juli und Oktober können Sie merkwürdig erscheinende Bewegungen im ausgetrockneten Flussbett des Tarangire River beobachten. Die Frage wird sich stellen: Was um alles in der Welt geht da vor sich? Trinken die Elefanten Sand?

Natürlich nicht! Mutter Natur hat Elefanten mit erstaunlichem Werkzeug ausgestattet, um alles von einer regulären Trockenzeit bis zu langen Dürreperioden zu überstehen. Ihr ans Übernatürliche grenzende Rüssel hilft Ihnen aus der Patsche: Dank Millionen von Rezeptoren in der Nasenhöhle können Elefanten Wasser aus mehreren Kilometern Entfernung riechen.

Finden sie das Wasser nicht zugänglich an der Oberfläche, nutzen sie ihren 40,000-Muskeln-starken Rüssel dazu, einen Brunnen in das sandige Flussbett zu buddeln, um dann acht bis zehn Liter auf einmal aus dem Boden zu saugen und zu trinken. Sogar die Kleinsten in der Herde versuchen, nach Wasser zu buddeln. Wie das geht, schauen sie sich von ihren älteren Verwandten ab.

Der Tarangire River führt das ganze Jahr über Wasser. Allerdings schwanken die Wasserstände je nach Jahreszeit extrem. Während der Trockenzeit trocknen lange Abschnitte des Tarangire Rivers komplett aus. Zwar können Elefanten bis zu vier Tage ohne Wasser auskommen, doch trinken sie normalerweise bis zu 200 Liter am Tag. Zum Ende der Trockenzeit, wenn alles Leben in den Himmel schaut und auf die ersten Regentropfen wartet, greifen die Elefanten auf die sehr clevere Strategie zurück, Wasser unterhalb des Erdbodens hervorzuzaubern. Als weiteren Vorteil für das Ökosystem nutzen andere Tiere – die nicht mit einem angeborenen Bagger ausgestattet sind – die gebuddelten Brunnen, um selbst daraus zu trinken. Sobald die Elefanten weitergezogen sind, versteht sich.

Als Lebensader des Tarangire Nationalparks und seiner Wildtiere wird ein Besuch des Tarangire Rivers während der Trockenzeit sicherlich ein Highlight Ihrer Pirschfahrt sein. Es mag auf den ersten Blick trocken und staubig erscheinen, doch haben Tarangires Tiere erfinderische Techniken entwickelt, um diesem scheinbar trostlosen Ort Leben zu entziehen.

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