Tumaini ist seit 2013 als Safari Guide Teil unseres Teams. Seitdem hat er Reisende aus der ganzen Welt zu den Baobabs des Tarangire und den Savannen der Serengeti mitgenommen, um ihre Träume von Safariabenteuern in Tansania wahr werden zu lassen.

Warum hast du dich dazu entschieden, Safari Guide zu werden?

Ich bin in der Nähe der Ngorongoro Conservation Area aufgewachsen. Zusammen mit meiner Familie bin ich an den Wochenenden auf Camping Safaris runter in den Ngorongoro Crater gefahren. In meinem kleinen Zelt zu schlafen, den nächtlichen Geräuschen des Buschs zu lauschen und so nah dran an der Natur zu sein – das war, und ist auch heute immer noch, ein ganz besonderes Gefühl für mich.

Mein Bruder ist auch Guide und als ich ungefähr 15 oder 16 war, habe ich mich dazu entschlossen, in seine Fußstapfen zu treten. Deshalb habe ich dann an dem bekannten College for African Wildlife Management, oder einfach Mweka, in Moshi studiert. Seit 2011 bin ich Guide.

Was, denkst du, macht dich zu einem guten Guide?

Um ein guter Guide zu sein, musst du zuallererst einmal genau über Flora und Fauna Bescheid wissen. Das ist ein absolutes Muss, denn das ist dein tägliches Brot. Falls es mal passiert, dass ich eine Frage nicht beantworten kann, setze ich mich abends noch einmal hin, um online nach Infos zu suchen und am nächsten Morgen meine Antwort nachzureichen.

Aber das allein macht dich noch nicht zu einem guten Guide. Du musst auch über die Kultur des Landes, die Lebensweisen, die Geschichte und das politische System Bescheid wissen. So kannst du deinen Gästen, die vielleicht nicht viel über Tansania wissen, einen guten Eindruck vom Land geben.

Außer einen guten Sinn für Humor zu haben – wir sind schließlich nicht in der Schule, sondern auf Safari – musst du auch kreativ sein. Erzähl nicht immer die gleichen Geschichten. Es gibt kein „one-size-fits-all“; jeder Gast ist unterschiedlich und du musst deine Gäste kennenlernen.

Gibt es einen Safarimoment, der dir immer in Erinnerung bleiben wird?

Ja, ich erinnere mich an eine bestimmte Situation noch ganz genau: Es war vor drei Jahren in der Serengeti; ich war mit einer privaten Gruppe auf Safari unterwegs. Es war noch früh am Morgen als wie ein Rudel Löwen mit 30 bis 35 Tieren gesichtet haben. Ein Flusspferd graste in der Nähe eines Flusses. Und dazu muss man wissen: Flusspferde sind richtig groß und richtig stark!

Aber die Löwen haben es trotzdem angegriffen. Sie haben fast 45 Minuten gebraucht, um es zu Fall zu bringen. Das Tolle daran, diesem Schauspiel zuzuschauen, war, das Zusammenspiel der Löwen beobachten zu können. Sie waren so auf einander eingespielt, haben so gut kommuniziert und kooperiert, dass sie das Flusspferd überwältigen konnten. Das war faszinierend!

Dein Lieblingstier ist das Warzenschwein. Gibt es dafür einen Grund?

Warzenschweine sind einfach so lustig! Viele wissen nicht, dass sie ein ganz schlechtes Kurzzeitgedächtnis haben. Wenn sie von einem Raubtier angegriffen werden, rennen sie ganz schnell für ungefähr zehn oder zwanzig Meter, aber dann – vergessen sie einfach, dass sie verfolgt werden. Das muss man sich mal vorstellen! Das macht Warzenschweine auch zur leichten Beute.

Wenn Sie mit Tumaini oder einem unserer anderen Safari Guides die Nationalparks Tansanias erkunden wollen, melden Sie sich heute bei uns!