Zebramangusten – auch bekannt als Mungos Mungo – gehören mit ihrem 1,5 kg Körpergewicht und einer Höhe bis zu 45 cm zu den kleinen bis mittelgroßen Säugetieren. Ihr Kopf erscheint im Vergleich zu ihren Beinen und dem kurzen Schwanz relativ groß. Dass etwas zottelige Fell ist in der Regel grau-braun gefärbt und weist auf der Rückenpartie die typischen schwarzen oder dunkel braunen Querstreifen auf.

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Zebramangusten sind bezüglich ihres Lebensraums relativ anpassungsfähig und sind sowohl in Savannen als auch in offenen Waldgebieten zu finden. Nur Feuchtgebiete, wie Sümpfe und Moorlandschaften, vermeiden sie gänzlich.

In der Regel leben Zebramangusten in einer Kolonie von bis zu 20 Einzeltieren zusammen. Allerdings sind dies nur Duchschnittswerte und ich selbst habe schon weit größere Kolonien im Serengeti Nationalpark gesehen. Eine Kolonie besteht aus mehreren paarungsfähigen Männchen und Weibchen, sowie weiteren ausgewachsenen Tieren und einigen Jungtieren. Zebramangusten sind äußerst soziale Tiere. Diese engen Bindungen zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern äussern sich in der gegenseitigen Hilfe bei der Aufzucht des Nachwuchses sowie in einer generellen Fürsorge und Kooperation miteinander.

Zebramangusten sind ausschließlich tagesaktiv und beginnen mit den ersten Morgenstunden den Tag mit ihren täglichen Gewohnheiten, wie der Nahrungssuche, dem Fressen und Ausruhen. Die Nacht verbringen Mangusten zusammen in ein und demselben Bau.

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Neben Höhlen, Felsvorsprüngen, Schluchten aber auch dichten Gebüsch bewohnen Zebramangusten vorzugsweise einen Termitenbau, der ihnen mehrere Aus- bzw. Eingänge bietet, die bei Gefahr lebensnotwendig sein können. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wechselt die gesamte Kolonie alle 3 – 5 Tage den gemeinsamen Unterschlupf.

Das Nahrungsangebot einer Zebramanguste umfasst vorwiegend wirbellose Tiere. Gelegentlich ernähren sie sich aber auch von amphibischen und Kriechtieren bis hin zu kleinen Säugetieren und Früchten. Obwohl Zebramangusten zusammen auf Nahrungssuche gehen, sucht jedes Einzeltier für sich selbst nach Fressbarem. Dabei kommt ihnen ihr hervorragender Geruchssinn zugute, mit dem sie leicht ihre Beute aufspüren können. Mit Hilfe ihrer langen Krallen können sie darüberhinaus den Boden nach Nahrung durchwühlen. Besonders hervozuheben ist aber auch ihr unglaublich schneller Reflex, der die Zebramangusten nicht nur beim Ausweichen vor Gefahren schützt, sondern gleichzeitig ihren Jagderfolg steigert. Dies kann man insbesondere bei einem gemeinsamen Angriff auf eine Schlange beobachten. Dabei drängt sich die gesamte Kolonie von Mangusten dicht zusammen und attackiert gemeinsam das Beutetier. Wie schnell auch die Schlange reagieren und sich wehren mag, die Zebramangusten gehen meist als glorreiche Sieger hervor, noch dazu meist unverletzt.

Wie schon zuvor erwähnt, besitzt jede Kolonie zahlreiche paarungsfähige Mitglieder, wobei die dominanten Männchen versuchen, die paarungsreifen Weibchen zu bewachen und andere männliche Konkurrenten zu vertreiben. Die Tragezeit der Weibchen beträgt zwischen 60 bis 70 Tage, doch bereits 10 Tage nach Austragung der Jungen sind die Weibchen schon wieder geschlechtsreif. Auffallend ist, dass alle Weibchen zum selben Zeitpunkt ihren Nachwuchs gebären. Jeder Wurf besteht aus bis zu 6 Jungtieren, die ihre ersten Wochen im unterirdischen Bau verbringen. Zur Aufsicht des Nachwuchses werden ein bis drei erwachsene Tiere als sogenannte Babysitter abgestellt, während der Rest der Gruppe sich um die Nahrungssuche kümmert. Nach vier Wochen sind die Jungtiere groß genug, um den Bau zu verlassen und sich bei der Nahrungssuche zu beteiligen. Dennoch wird jedes Jungtier noch von einem erwachsenen Tier begleitet. Bei den gemeinsamen Streifzügen lernt das Jungtier vom Alttier auf der Suche nach Nahrung und findet zugleich einen treuen Beschützer bei Gefahr.

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Die größte Bedrohung für Zebramangusten stellen Raubvögel dar und gelegentlich auch die Felsenpython. Neben ihren natürlichen Feinden gilt allgemein der Verlust ihres Lebensraums als Gefahr für Zebramangusten.