In Teil I unserer Reihe „Wie Sie auf Ihrer Tansania-Safari die besten Fotos machen“ haben wir über die Bedeutung von Licht, Komposition und Perspektive für unvergessliche Safari-Fotos gesprochen. Heute geht die Reise weiter auf der Suche nach den besten Safari-Bildern.

Location, Location, Location

Die Grundlage eines jeden Safari-Fotos ist natürlich der Ort, an dem Sie fotografieren. Einige Gegenden in Tansania sind besonders fotogen und beliebt unter Fotografen: Die unendlich scheinende Weite, die Savanne und die Akazienbäume der Serengeti sind der perfekte Hintergrund für klassische Safari-Fotos. Wohl nirgends sonst in Ostafrika stehen die Chancen so gut, Raubkatzen auf der Jagd zu sehen und zu fotografieren.

An den wunderschönen Seen Lake Natron und Lake Manyara können Sie tolle Flamingo-Fotos schießen. Am Lake Natron finden Sie außerdem einen aktiven Vulkan und am Lake Manyara auf Bäume kletternde Löwen.

Auch die Farben und Kontraste der lebhaften Kultur Sansibars sind fotografische Highlights, genau wie der weltbekannte Mount Kilimanjaro und sein etwas kleinerer Bruder, der Mount Meru.

Achten Sie immer auf kleine Details, die Ihre Aufmerksamkeit wecken und den Charakter eines bestimmten Ortes ausmachen. Diese kleinen Details sind es, die Ihr Bild von den vielen anderen unterscheidet und unvergesslich macht. Landschaftsbilderohne bestimmten Fokus werden sonst – sogar in Tansania – aus der Perspektive eines Fotografen nach einer Weile monoton.

Achten Sie auf Ihre Belichtungszeit

Viele der besten Wildtier-Fotos, die wir sehen, sind Action-Fotos. Die Tiere bewegen sich und das oft schnell. Dabei ist es natürlich schwer, vorherzusehen, wie sich ein Tier verhalten wird, in welche Richtung es läuft, wann es den entscheidenden Schritt wagt. Um hier dennoch gestochen scharfe Bilder schießen zu können, müssen Sie die Belichtungszeit verkürzen.

Als generelle Regel gilt: Ihre Belichtungszeit sollte immer zweimal so kurz sein, wie Ihre Objektivbrennweite. Wenn Sie also mit einem 100 – 400mm Objektiv fotografieren, sollte Ihre Belichtungszeit 1/800 oder kürzer sein. Versuchen Sie, die Belichtungszeit für Vogelaufnahmen auf 1/2500 herunter zu drehen.

Seien Sie mutig und experimentieren Sie

Manchmal werden Sie zu Ihrem einmaligen Safari-Foto kommen, wenn Sie sich strikt an alle mühsam erlernten Regeln halten. Je sicherer Sie aber im Umgang mit Ihrer Kamera werden, desto mehr können Sie diese Regeln brechen. Und Spaß dabei haben!

Machen Sie sich mit Ihrer Kamera vertraut, spielen Sie mit den Einstellungen; überbelichten und unterbelichten Sie das gleiche Motiv; wählen Sie eine lange Belichtungszeit bei sich schnell bewegenden Tieren; zoomen Sie so nah wie möglich an ein Motiv heran, so wie im Bild unten – und seien Sie gespannt, was passiert.

Wenn wir uns alle immerzu an die gleichen Regeln halten, werden unsere Bilder alle mehr oder weniger gleich aussehen. Haben Sie keine Angst, etwas auszuprobieren.

Jetzt, da Sie die Theorie hinter sich gebracht haben, ist es Zeit, sie in der Praxis umzusetzen. Ihre Safari beginnt hier!