Schon seit den Anfangstagen des Projekts unterstützen wir die Serengeti De-Snaring Teams und freuen uns, ein erfolgreiches Update zum Wildtierschutz in Tansania mit Ihnen zu teilen.

Das Serengeti De-Snaring Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, des Serengeti Nationalparks (SENAPA), Tanzania Nationalparks (TANAPA) und lokaler Tour Operator, wie uns, Tanzania-Experience. Die De-Snaring Teams durchkämmen jeweils zu acht die weiten Ebenen des Serengeti Ökosystems auf der Suche nach Drahtseilschlingen. Diese Fallen werden von Wilderern aufgestellt, um Zebras, Gnus und andere Antilopen zu fangen. Das Fleisch der getöteten Tiere wird illegal auf zumeist lokalen Märkten verkauft.

Foto: Frankfurter Zoologische Gesellschaft

 

Zwar gelten die Schlingfallen Antilopen und Zebras, doch auch andere Tiere wie Elefanten, Hyänen und Löwen verfangen sich in den Drähten und verletzen sich schwer.

2019 war ein erfolgreiches Jahr für das De-Snaring Projekt. Doch zeigte es gleichzeitig auch, dass die Arbeit des Projekts im Wildtierschutz in Tansania wichtiger ist denn je.

Die zwei bestehenden Teams, die seit den Jahren 2017 und 2018 im Einsatz sind, werden seit August 2019 nun von einem dritten Team unterstützt. Somit sind 24 Paar Augen im Rahmen des Serengeti De-Snaring Projekts direkt vor Ort und auf der Suche nach illegalen Schlingen und Wilderer Camps.

Foto: Frankfurter Zoologische Gesellschaft

 

Das dritte Team begann seine Arbeit gerade rechtzeitig: Die hohe Zahl an Gnus und Zebras, die während der Great Migration in der Nordserengeti zu finden ist, zieht gleichsam eine hohe Zahl an Wilderern an.

Foto: Frankfurter Zoologische Gesellschaft

 

Ein besorgniserregender Trend: Mehr und mehr Motorräder werden eingesetzt, um das frische Fleisch der gewilderten Tiere auf schnellstem Weg auf die lokalen Märkte zu bringen.

 

Die Arbeit der De-Snaring Teams in Zahlen:

  • 2017: 6.500 Drahtseilschlingen wurden entfernt und zerstört
  • 2018: 17.700 Drahtseilschlingen wurden entfernt und zerstört
  • 2019: 12.000 Drahtseilschlingen wurden entfernt und zerstört (Stand Ende September)

 

Seit Beginn des Projekts im Jahr 2017 wurden mehr als 36.000 Drahtseilschlingen entfernt und zerstört. Mehr als 500 gefangene Tiere konnten lebendig wieder freigesetzt werden. Doch mehr als 900 Tiere wurden tot aufgefunden.

Foto: Frankfurter Zoologische Gesellschaft

 

Wer Tansanias Nationalparks als Tourist besucht, trägt auch zum Wildtierschutz des Landes bei. Ein Nationalpark, der Einkommen für viele lokale Menschen generiert und zum wirtschaftlichen Wachstum eines Landes beiträgt, wird als schützenswert angesehen. Verantwortungsbewusst und nachhaltig betriebener Safari Tourismus kann so wesentlich zum Erhalt von Tansanias Naturschutzgebieten beitragen.

Wir danken den Serengeti De-Snaring Teams für ihre unermüdliche Arbeit im Einsatz für den Wildtierschutz in Tansania.