Wenn Sie an Tansania denken, denken Sie wahrscheinlich automatisch auch an „Safari“. Das ostafrikanische Land ist bekannt für seine scheinbar endlosen Weiten und seine vielfältige Tierwelt. Das Wort „Safari“ ist Swahili, die Sprache Ostafrikas, und bedeutet ganz einfach „Reise“. In diesem Blog erfahren Sie, wo Sie in Tansania auf Safari gehen können. Entdecken Sie die Artenvielfalt und den Naturreichtum Tansanias. Ihre Reise kann einen Unterschied machen: Als Reisender, der die Nationalparks Tansanias besucht, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.

 

1. Lake Natron und der heilige Berg der Masai, Ol Doinyo Lengai

Lake Natron ist ein Salzsee und hat eine für einen See ungewöhnliche Farbe: Er ist tiefrot. Diese außergewöhnliche Farbe kommt dadurch zustande, dass Wasser zwar in den See fließt, es aber nicht abfließen kann. Das Seewasser kann nur durch Verdunstung entweichen, wodurch im Laufe der Zeit hohe Konzentrationen an Salz und anderen Mineralien zurückbleiben. Lake Natron bekommt seinen Namen von der hohen Konzentration Natron im Seewasser. Organismen und Algen, die sich in diesem salzigen Umfeld wohlfühlen, produzieren die tiefen Rottöne des Wassers. Sie sind eine der wenigen hier lebenden Arten: Die meisten Gattungen können in dem extrem salzigen Wasser nicht überleben. Das Wasser ist fast so basisch wie Ammoniak und hat zudem eine ungewöhnlich hohe Temperatur. Bemerkenswerterweise jedoch ist Lake Natron einer der wenigen Brutplätze für die seltenen Zwergflamingos.

Lake Natron Tansania

Lake Natron liegt im ostafrikanischen Teil des Great Rift Valley. Diese Riftzone ist eines der geologischen Wunder der Welt. Hier können Sie die tektonischen Kräfte der Erde studieren. Im Great Rift Valley können Sie noch heute sehen, wie Kontinente auseinanderbrechen.

Südlich des Lake Natron liegt der Ol Doinyo Lengai, was in der Sprache der Masai so viel wie „Berg Gottes“ bedeutet. Ol Doinyo Lengai ist ein aktiver Vulkan und Teil des Vulkansystems des ostafrikanischen Rift Valley.

Ol Doinyo Lengai Tansania

Er ist der einzige Vulkan der Welt, der Karbonatit anstelle von Silikat spuckt. Diese Lava ist kühler als andere Laven, daher ist die frische Lava dieses Berges schwarz. Sobald die Lava des Ol Doinyo Lengai mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, wird sie weiß. Das ist der Grund, warum der Berggipfel so aussieht als wäre er mit Schnee bedeckt. Vergessen Sie nicht Ihre Kamera, um diese außerirdisch aussehende Natur festzuhalten!

Insider-Tipp: Packen Sie Drinks ein und lassen Sie einen unvergesslichen Tag in Tansania mit einem Sundowner auf einem Hügel in der Nähe des Lake Natron ausklingen. Von hier überblicken Sie den Ol Doinyo Lengai, das ostafrikanische Rift Valley, Mt. Gelai und den Lake Natron mit seinen bunten Flamingos.

 

2. Tarangire Nationalpark: Beobachten Sie Tiere in wunderschöner Landschaft

Wenn Sie sich fragen, wo Sie in Tansania auf Safari gehen sollen – der Tarangire Nationalpark ist definitiv einen Besuch wert. Der Park ist benannt nach dem Fluss Tarangire, der quer durch den Park verläuft. Der Tarangire Nationalpark ist sehr dicht besiedelt mit Wildtieren. Der Park in der nördlichen Region Tansanias, südlich des Lake Manyara, ist weniger bekannt als die Serengeti oder der Ngorongoro Crater.

Tarangire ist berühmt für seine sehr alten Baobab-Bäume, die verstreut sind über den ganzen Park und die eine wunderschöne Kulisse schaffen.

Tarangire Baobab

Darüber hinaus finden Sie in diesem Park eine große Vielfalt an Vögeln; der Park beherbergt über 550 Vogelarten. Am häufigsten sieht man im Tarangire Giraffen, Elefanten, Zebras, Impalas, Warzenschweine, Gnus, Zwergmungos und Strauße.

Tansania Wo Safari machen Elefanten

Reisen Sie abseits der bekannten Routen und erleben Sie die wilde Seite Tansanias. In der Trockenzeit ist der Tarangire River die einzige Wasserquelle und lockt damit eine unglaubliche Vielfalt an Tieren an. Der Tarangire Nationalpark ist nicht so bekannt wie die Serengeti oder der Ngorongoro Crater, was ihn zu einem kleinen Geheimtipp macht, dem Sie auf jeden Fall einen Besuch abstatten sollten.

Tarangire Fluss

Wenige Menschen, viele Tiere und wunderschöne Natur – die idealen Bedingungen für die perfekte Safari!

Übernachtungsmöglichkeiten: Das Maramboi Tented Camp befindet sich auf einer Route von Tierwanderungen und bietet daher spektakuläre Möglichkeiten für Tierbeobachtungen.

 

3. Die Serengeti: Endlose Weiten und ein Tümpel voller Nilpferde

Waren Sie überhaupt wirklich in Tansania, wenn Sie nicht in der Serengeti waren? Für viele Reisende ist sicherlich die naheliegendste Antwort darauf, wo man in Tansania Safari machen sollte: in der Serengeti! Und das nicht zu Unrecht: Die Serengeti ist einer der besten Orte auf der Welt, um Wildtiere zu beobachten. Der Park ist besonders bekannt für seine Raubtiere, insbesondere Löwen, Geparden und Leoparden. Es gibt auch viele Elefanten hier, hauptsächlich in den westlichen Wäldern von Grumeti. Generell ist in dem Park so gut wie jede große Tierart Ostafrikas zu finden.

Serengeti in Tansania

Das ultimative Naturschauspiel in der Serengeti ist die Great Migration, die Große Migration. Jedes Jahr machen sich Millionen von Gnus, Zebras und Gazellen auf der Suche nach frischem Gras auf den Weg von Tansania nach Kenia und zurück. Einige Monate im Jahr können Sie das Spektakel und die riesigen Herden in verschiedenen Teilen der Serengeti erleben.

Serengeti migration Tansania

Der Serengeti Nationalpark liegt im Norden Tansanias und ist riesig. Kein Wunder, dass Serengeti in der lokalen Masai-Sprache „das endlose Land“ bedeutet. Machen Sie einen Abstecher an den „hippo pool“, der etwa 8 km nördlich von Seronera liegt. Dieser Teich ist in der Regel so mit Nilpferden gefüllt, dass Sie theoretisch über den Tümpel laufen könnten, ohne nass zu werden.

Serengeti Tansania Flußpferde

Machen Sie sich gefasst auf eine ziemliche Geräuschkulisse und einen starken Geruch. In diesem Ambiente können Sie die sozialen Interaktionen der Nilpferde aus sicherer Entfernung beobachten.

Wussten Sie schon: Die Gegend um Seronera ist auch der beste Ort, um die scheuen Leoparden zu sehen.

 

4. Gombe Stream Nationalpark: Jane Goodall und ihre Schimpansen

Der Gombe Stream Nationalpark ist der kleinste Nationalpark Tansanias und etwas ganz Besonderes. Er liegt im Westen Tansanias, an der Grenze zwischen Tansania und dem Kongo. Der Park ist vor allem bekannt für seine wilden Schimpansen: Hier untersuchte die Primatologin Jane Goodall über 50 Jahre das Verhalten von Schimpansen. Mit ihren bahnbrechenden Forschungsmethoden konnte Dr. Goodall aufzeigen, dass Schimpansen nicht nur etwa 98% ihrer Gene mit Menschen teilen, sondern auch hinsichtlich sozialer und familiärer Beziehungen und Emotionen uns Menschen sehr ähnlich sind.

Auf geführten Touren können Sie die Primaten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Tief im Wald können Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken, während Sie beobachten wie die Schimpansen miteinander, oder vielleicht sogar mit Ihnen, interagieren.

Gombe Stream Tanganyika See

Inmitten der wilden Natur des Nationalparks finden Sie den Lake Tanganyika. Dieser See ist ein wahres Juwel, mit den umliegenden üppigen tropischen Wäldern. Seine Sandstrände machen ihn zu einem beliebten Badeort. Lake Tanganyika ist auch ideal zum Segeln, Schnorcheln oder Angeln.

Auch wenn Sie Ihre Schimpansensafari in Tansania sicherlich nie vergessen werden, sollten Sie doch beachten, dass der Gombe Nationalpark leider relativ schwer zu erreichen ist. Wenn ein Besuch dieses Nationalparks zu kompliziert ist, um in Ihre Tansania Reise zu integrieren, empfehlen wir einen Besuch im Mahale Mountains Nationalpark. Dieser liegt unweit des Gombe Stream Nationalparks, hier gibt es ebenfalls Schimpansen.

Wussten Sie schon: Im nahe gelegenen Dorf Ujiji traf Henry Stanley im Jahr 1871 Dr. Livingstone.

 

5. Ruaha Nationalpark: Wo sich die Flora und Fauna Ost- und Südafrikas treffen

Ruaha ist Tansanias größter Nationalpark. Der Park liegt im Süden von Tansania und ist wilder und abgeschiedener als die Parks im nördlichen Tansania. Da der Park etwas schwieriger zu erreichen ist, finden Sie hier tendenziell auch weniger andere Reisende. Wenn Sie überlegen, wo Sie Safari in Tansania machen möchten – der Ruaha Nationalpark bietet die perfekte Mischung aus vielfältiger Tierwelt und wenigen Besuchern.

Der Park bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für Tierbeobachtungen. Er ist besonders bekannt für den gefährdeten und sehr seltenen Afrikanischen Wildhund und die vielen Löwen, die es hier gibt. Es wird spekuliert, dass Ruaha eine höhere Konzentration an Elefanten aufweist als jeder andere Nationalpark in Ostafrika. Was die Tierwelt dieses Parks so besonders macht, ist die einzigartige Mischung von Arten aus dem östlichen und südlichen Afrika.

Ruaha Nationalpark Tansania

Entlang der südlichen Grenze des Parks fließt der Great Ruaha River, von dem der Nationalpark auch seinen Namen hat. Trotz der Größe des Parks gibt es hier nur relativ wenige Camps. Das wiederum ermöglicht Ihnen, Wildtiere fernab von den Menschenmassen zu beobachten. Abgesehen vom Great Ruaha River ist der Park auch für seine extrem unterschiedlichen Landschaften bekannt: Von Feuchtgebieten, heißen Wasserquellen und Flusssystemen hin zu Berglandschaften.

Insider-Tipp: Wie wäre es mit einer Bootsafari? Erkunden Sie Landschaft und Tiere vom Ruha River aus. Entdecken Sie Tümpel voller Nilpferde, sich sonnende Krokodile sowie den Rest der einheimischen Tierwelt, die zum Erfrischen an den Fluss kommt.

 

Warum es wichtig ist, wo Sie Safari in Tansania machen

Fragen Sie sich, wie Sie mit Ihrem Besuch in Tansania einen Beitrag leisten können? Ein Besuch in einem Nationalpark, der Einkommen für das Land und seine Bevölkerung generiert und somit direkt zum Wirtschaftswachstum des Landes beiträgt, kann einen großen Unterschied machen. Darüber hinaus sind nachhaltige Wildtiersafaris ein wichtiger Katalysator für die Erhaltung von Naturschutzgebieten.

Wo Safari machen Tansania

Wir von Tanzania-Experience unterstützen das De-Snaring-Projekt in der Serengeti, das bereits Hunderte von Tieren davor bewahrt hat, zu Buschfleisch verarbeitet zu werden. Dieses Projekt ist vielleicht nicht so populär wie der Schutz von Nashörnern. Dennoch ist es mindestens genauso wichtig für den Naturschutz in Tansania. Antilopen und anderes Kleinwild sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und müssen ebenfalls vor Wilderei geschützt werden. Im Gombe Stream Nationalpark hinterließ Jane Goodall ihre Spuren und legte dort den Grundstein für Ökotourismus und die positive Involvierung indigener Gemeinschaften.

Kontaktieren Sie unser Tansania-Experience-Team und erfahren Sie, wie Sie umweltbewusst reisen können, damit auch noch zukünftige Generationen die wunderschöne Wildnis Tansanias genießen können.